Wenn’s ums Klima geht, kennt die Grüne Jugend keine Gnade. Jakob Blasel, Co-Vorsitzender der Öko-Revoluzzer*innen-Truppe, hat eine Lösung für die Klimakrise gefunden, die selbst Che Guevara leicht nervös gemacht hätte: Enteignung. Und zwar nicht von irgendwem – sondern direkt von RWE, Leag und Thyssenkrupp.
„Die drei klimaschädlichsten Konzerne Deutschlands gehören endlich dem Volk!“, erklärte Blasel im Interview mit dem Spiegel, während er vermutlich eine Solarzelle streichelte. Die Konzerne orientierten sich nur an „Profit- und Börsenlogiken“ – etwas, das im Jugendverband offenbar als schlimmer gilt als Lachgas auf dem Tempolimit.
Stattdessen sollen die Betriebe in die Hände der Verbraucherinnen und Arbeiterinnen übergehen. Denn, so Blasels ökonomisch belastbare These: „Niemand will für einen Laden arbeiten, der die eigene Zukunft zerstört.“ Außer natürlich, man möchte eine Wohnung heizen, einen Stahlträger bauen oder einfach leben – aber das sind Details.
Die Forderung nach der Enteignung klingt für Kritiker*innen wie „Verbalradikalismus“. Blasel sieht das gelassen: „Radikal ist doch nur die Klimakrise!“ Sagt er, während draußen ein Vogel an einem Windrad zerschellt.
Damit sich der gemeine Kohlekumpel nicht zu sehr grämt, verspricht der Jugendverband eine Karrieregarantie für alle fossilen Mitarbeiter – ohne Abstriche. Also quasi: Vom Hochofen direkt ins vegane Start-up oder in den Bundesforstbetrieb „Waldbaden & Windrad GmbH“.
Man müsse sich eben nur etwas umgewöhnen: Statt Kohle schaufeln eben Klimaberichte falten. Und wer Stahl kochte, kann sicher auch Linsensuppe rühren.
Fazit: Wer solche Politiker hat, der darf sich über Auswanderung wirklich nicht wundern. Während junge Talente mit technischen Abschlüssen den Flughafen suchen, bastelt die Grüne Jugend am Enteignungsspiel „Monopoly – Klimaedition“.
Übrigens: Thyssenkrupp hat sich zu den Plänen nicht geäußert – vermutlich, weil sie gerade mit dem Taschenrechner nachrechnen, wie viele Windräder es bräuchte, um einen Hochofen zu betreiben. Spoiler: Alle.
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