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Endgültiges Aus für 2.059 ehemalige Alitalia-Mitarbeiter: Massenkündigungen eingeleitet

Pixaline (CC0), Pixabay
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Der Niedergang der einst stolzen italienischen Fluggesellschaft Alitalia erreicht einen neuen Tiefpunkt. Wie italienische Medien berichten, verlieren nun endgültig 2.059 ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der insolventen Airline ihren Job. Unter den Betroffenen sind auch 82 Piloten. Die Kündigungen wurden offiziell durch ein Schreiben der Airline an die Regierung in Rom eingeleitet. Damit endet für viele Beschäftigte eine lange Phase der Unsicherheit.

Die Nachfolgegesellschaft ITA Airways hatte zwar einen Teil der Belegschaft übernommen, doch für diese 2.059 Beschäftigten bleibt nun kein Platz mehr. Die Nachricht trifft die ehemaligen Mitarbeiter hart, da viele von ihnen bis zuletzt auf eine langfristige Perspektive gehofft hatten.

Sozialplan bot temporäre Rettung

Bereits im Dezember 2023 hatte Alitalia versucht, sich von ihrem letzten verbliebenen Mitarbeiterkontingent zu trennen. Von den damals 2.668 Beschäftigten verließen jedoch nur 600 das Unternehmen – entweder freiwillig oder im Rahmen eines Renteneintritts. Die übrigen verblieben im Rahmen eines verlängerten Sozialplans weiter an Bord. Doch dieser Puffer ist nun ausgelaufen, und für die restlichen Mitarbeiter kommt das endgültige Aus.

Fusionspläne mit Lufthansa auf der Kippe

Während die Mitarbeiter um ihre berufliche Zukunft bangen, stocken auch die Fusionsverhandlungen zwischen ITA Airways und der Lufthansa. Die Nachfolgegesellschaft von Alitalia, die seit Herbst 2021 operiert, steckt in einer schwierigen Lage. Ursprünglich wollte die Lufthansa 41 Prozent der ITA für 325 Millionen Euro übernehmen und später weitere 49 Prozent erwerben. Doch das italienische Finanzministerium hat den Deal vorerst auf Eis gelegt. Der Grund: Die Lufthansa will offenbar weniger zahlen als ursprünglich vereinbart.

Insider berichten, dass es bei den Verhandlungen um eine Differenz von lediglich zehn Millionen Euro gehe, die sich auf die zweite Tranche der Übernahme beziehe. Dennoch könnten diese Differenzen die ohnehin fragile Zukunft von ITA Airways gefährden. Für die Mitarbeiter und den italienischen Luftfahrtsektor bleibt die Lage angespannt. Die Frage, ob die Lufthansa ITA letztlich übernimmt oder ob die Airline weiter in staatlicher Hand bleibt, ist nach wie vor offen.

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