Es war kalt, aber die Wut war heiß: Tausende Menschen trotzten in Parkas, Thermohosen und moralischer Empörung dem Winterwetter, um gegen die Einwanderungsbehörde ICE zu demonstrieren. Der Anlass: „Operation Metro Surge“, eine ICE-Maßnahme, die offenbar mehr „Surge“ als „Operation“ enthielt – mit tragischen Folgen. Zwei US-Bürger, Renee Good und Alex Pretti, wurden bei Einsätzen tödlich verletzt. Der öffentliche Aufschrei ließ nicht lange auf sich warten – dafür ICE umso länger.
Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump verteidigte die Aktion zunächst mit der Aussage: „Es war alles legal. Zumindest aus unserer Sicht. Und das reicht ja meistens.“
Streik, Springsteen und Schneegestöber
Während in Minneapolis Demonstrierende bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt froren und froren – und nochmal froren – sorgte ein unerwarteter Auftritt für Herz- und Fußwärme: Rocklegende Bruce Springsteen betrat die Bühne. Mit dabei: ein neues Protestlied namens „Streets of Minneapolis“, das er in einer Mischung aus Wut, Pathos und vermutlich G-Dur auf Instagram angekündigt hatte.
„Das hier ist nicht mehr das Land der Freien – es ist die Bühne der ICE-Performances. Und keiner hat dafür Tickets gekauft,“ soll Springsteen ins Mikro gemurmelt haben, während seine Gitarre buchstäblich im Nebel der heißen Atemluft verschwand.
Bildung vs. Barrikade
Auch das Bildungssystem streikte solidarisch: In Colorado, Arizona und 44 weiteren Bundesstaaten verließen Schülerinnen und Lehrerinnen die Klassenzimmer – nicht etwa, weil Mathe anstand, sondern weil „Demokratie verteidigen“ auf dem Stundenplan stand. In Aurora und Tucson blieben die Schulen direkt ganz geschlossen – ein seltener Moment der Einigkeit zwischen Bildungsbehörden und Protestbewegung.
Fazit:
ICE erlebt derzeit mehr Frost als das Tiefkühlregal bei Walmart – aber nicht wegen der Temperaturen. Während die Proteste anschwellen und Politiker Statements schreiben, die klingen wie aus dem Textgenerator für Betroffenheitsbekundungen, bleibt unklar: Wer taut eigentlich ICE auf? Und wichtiger: Wer sorgt dafür, dass so etwas nicht nochmal passiert?
Bis dahin bleibt Springsteens Textzeile hängen: „These streets were built with hope, not with handcuffs.“
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