Ein schwerer Einbruch erschüttert die Wismarer Tafel. In der Nacht zu Freitag drangen bislang unbekannte Täter in die Räume der Einrichtung ein. Sie entwendeten die gesamten Tageseinnahmen und richteten erheblichen Sachschaden an. Neben zerstörten Türen und aufgebrochenen Schränken beklagen die Verantwortlichen auch beschädigte Arbeitsgeräte, die für den Betrieb der Tafel dringend gebraucht werden.
Folgen für Bedürftige
Die unmittelbaren Auswirkungen sind gravierend: Mehrere Familien, die auf die Versorgung mit Lebensmitteln angewiesen sind, können in den kommenden Tagen nicht wie gewohnt unterstützt werden. „Uns fehlen jetzt die Mittel, um neue Waren einzukaufen. Jeder Euro ist wichtig, und durch den Einbruch stehen wir plötzlich vor großen Lücken“, erklärte eine Mitarbeiterin sichtlich betroffen.
Die Tafel in Wismar unterstützt täglich zahlreiche Menschen, darunter Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner sowie Familien mit geringem Einkommen. Für viele dieser Haushalte sind die Lebensmittelpakete eine unverzichtbare Hilfe, um den Alltag zu bewältigen. Der Einbruch trifft daher nicht nur die Einrichtung selbst, sondern vor allem die Schwächsten der Gesellschaft.
Polizei bittet um Hinweise
Die Polizeiinspektion Wismar hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Unklar ist derzeit, ob die Täter gezielt auf Bargeld aus waren oder ob sie weitere Wertgegenstände suchten. Ein Sprecher der Polizei erklärte, dass Spuren gesichert wurden und nun ausgewertet werden.
Solidarität aus der Stadtgesellschaft
Noch während die Ermittlungen laufen, wächst die Solidarität in der Region. Erste Hilfsangebote von Bürgerinnen und Bürgern sowie örtlichen Unternehmen seien bereits eingegangen, heißt es von Seiten der Tafel. „Wir sind überwältigt von der Anteilnahme. Aber es zeigt auch, wie sehr wir von der Unterstützung anderer abhängen“, so eine Helferin.
Ein Schlag gegen soziales Engagement
Die Wismarer Tafel ist Teil des bundesweiten Tafel-Netzwerks und versorgt regelmäßig Menschen, die sich im Alltag keine ausreichende Ernährung leisten können. Der Einbruch macht deutlich, wie verletzlich soziale Einrichtungen sind – und wie stark die Folgen für diejenigen sind, die ohnehin am Rande der Gesellschaft leben.
Die Verantwortlichen hoffen nun auf schnelle Aufklärung der Tat und setzen zugleich auf die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger, um den Betrieb so bald wie möglich wieder uneingeschränkt aufnehmen zu können.
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