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Ehemaliger Präsident Perus, Ollanta Humala, wegen Geldwäsche verurteilt

Daniel_B_photos (CC0), Pixabay
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Der frühere peruanische Präsident Ollanta Humala ist wegen Geldwäsche schuldig gesprochen worden und muss eine Haftstrafe von 15 Jahren antreten. Das Urteil wurde heute von einem Gericht in der Hauptstadt Lima verkündet und markiert das Ende eines über dreijährigen Prozesses.

Auch Humalas Ehefrau Nadine Heredia, Mitbegründerin der Nationalistischen Partei, wurde wegen Geldwäsche verurteilt und erhielt ebenfalls eine 15-jährige Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich 20 Jahre Haft für Humala und 26,5 Jahre für Heredia gefordert.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Ehepaar illegale Wahlkampfspenden vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht angenommen hatte. Diese Gelder sollen die Wahlkämpfe Humalas in den Jahren 2006 und 2011 finanziert haben. Während Humala persönlich im Gerichtssaal anwesend war, verfolgte seine Ehefrau das Urteil per Videoübertragung. Beide weisen die Vorwürfe weiterhin zurück.

Hintergrund: Wer ist Ollanta Humala?

Ollanta Humala, ein ehemaliger Offizier der peruanischen Armee, wurde landesweit bekannt, als er im Jahr 2000 einen kurzzeitigen Militärputsch gegen den damaligen Präsidenten Alberto Fujimori anführte. Seine erste Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2006 war geprägt von einer engen politischen Verbindung zum damaligen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, der laut Anklage ebenfalls Wahlkampfhilfe geleistet haben soll.

Nach einer Wahlniederlage gegen Alan García 2006 kandidierte Humala 2011 erneut – diesmal mit einer moderateren Ausrichtung. Er versprach, sich an der Sozialpolitik des damaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva zu orientieren und konnte sich in der Stichwahl gegen Keiko Fujimori durchsetzen.

Während seiner Amtszeit von 2011 bis 2016 sah sich Humala jedoch schnell mit sozialen Unruhen und einem schwindenden Rückhalt im Kongress konfrontiert. Die Ermittlungen gegen ihn begannen kurz nach dem Ende seiner Präsidentschaft, als Odebrecht im Zuge des größten Korruptionsskandals Lateinamerikas einräumte, Millionenbeträge an Politiker in der Region gezahlt zu haben, um öffentliche Aufträge zu sichern.

2017 wurden Humala und Heredia zunächst in Untersuchungshaft genommen, ein Jahr später jedoch wieder freigelassen – das Verfahren lief weiter und mündete nun in der heutigen Verurteilung.

Die Entscheidung gilt als bedeutender Schlag gegen die weitverbreitete politische Korruption in Peru und könnte weitere hochrangige Verfahren in Bewegung setzen.

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