Stellen Sie sich vor, Sie gehen in China in einen BYD-Showroom, legen 15.000 Euro auf den Tisch – und fahren mit einem E-Auto vom Hof. In Deutschland? Da legen Sie 15.000 Euro auf den Tisch – und dürfen vielleicht mal Probesitzen.
Laut einer aktuellen Studie des Center Automotive Research (CAR) zahlen deutsche Käufer für Elektroautos bis zu 118 % mehr als Kunden in China. Das ist kein Preisaufschlag – das ist eine neue Sportart: Geldweitwurf im Autoland.
Besonders günstig: Elektroautos in China. Besonders teuer: dieselben E-Autos in Deutschland. Besonders traurig: unser Kontostand danach.
Die Gründe? Natürlich! Zölle, Transport, Bürokratie, ein Vertriebsnetz mit mehr Ebenen als ein Lasagne-Rezept – und dann noch ein bisschen EU-Extrasoße obendrauf.
Und während BYD in China eine E-Auto-Fabrik nach der anderen aus dem Boden stampft, träumen wir hierzulande noch davon, ob unser ID.3 vielleicht nächstes Jahr zum Preis von zwei Dacias geliefert wird.
Die deutschen Hersteller? Unter Strom – aber ohne Anschluss.
BMW setzt auf „China-for-China“, was so viel heißt wie: „Wenn wir’s hier nicht loswerden, dann halt da.“ VW dagegen verkauft seinen ID.3 in China zum halben Preis. Hierzulande gibt’s dafür optional eine teure Wandladestation und den leeren Akku gratis dazu.
Mercedes? Hat sich in China offenbar auf Diät gesetzt – zumindest was Verkaufszahlen angeht. Neue Hoffnung: ein Modell namens CLA. Könnte auch für „China Lacht Allein“ stehen.
Fazit: Wer in Deutschland ein günstiges E-Auto will, braucht entweder eine Adresse in Shanghai – oder eine Zeitmaschine ins Jahr 2040.
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