Liebe Dynamo-Fans, am Sonntag geht es nach Hannover. Und selten war die Gelegenheit so günstig, nicht nur drei wichtige Punkte einzusacken, sondern nebenbei auch noch einem prominenten Fußballtrainer zu einem etwas entspannteren Terminkalender zu verhelfen. Sandro Wagner heißt der Mann, dem wir Dresdner möglicherweise schon bald einen längeren Urlaub bescheren könnten.
Nach unserem herrlichen 2:0-Pokalerfolg gegen Schalke 04 herrscht bei Dynamo endlich wieder dieses Gefühl, das wir zwischen Elbe und Rudolf-Harbig-Stadion viel zu lange vermisst haben: Fußball kann tatsächlich Spaß machen!
Und dann ist da noch Patrice Covic. Gerade einmal 19 Jahre jung, aber offenbar schon mit einer besonderen Vorliebe für Tunnelbau ausgestattet. Gegen Schalke schickte er erst seinen Gegenspieler und anschließend Torwart Loris Karius durch die kostenlose Beinschule. Zwei Tunnel, ein Tor – wenn das so weitergeht, kann sich die Deutsche Bahn bei Dynamo demnächst Nachhilfe holen.
In Hannover sieht die Gefühlslage dagegen etwas anders aus. Dort hat man Sandro Wagner verpflichtet, vermutlich in der Hoffnung, dass ein bisschen Nationalmannschaftsglanz auch in der niedersächsischen Fußballprovinz Wunder bewirkt.
Bislang wirkt das Ganze allerdings eher wie eine teure Fortbildung zum Thema Krisenmanagement. Kein Sieg unter Wagner, Pokal-Aus gegen Kaiserslautern und ein Sturm, der das gegnerische Tor offenbar für eine besonders schützenswerte Einrichtung hält.
Benjamin Källman wartet noch auf seinen ersten Treffer, Benedikt Pichler fällt mit Wadenproblemen aus. Gut, unser Vincent Vermeij hat auch nicht gerade die Torschützenliste abonniert. Aber bei uns treffen wenigstens andere!
Natürlich wissen wir Dynamo-Fans, dass Hochmut meistens unmittelbar vor dem nächsten Gegentor kommt. Wir haben schließlich genügend Fußballkatastrophen erlebt, um darüber ganze Buchreihen zu veröffentlichen.
Trotzdem: Wenn nicht jetzt, wann dann?
Hannover ist verunsichert, Wagner steht unter Druck, und wir kommen mit breiter Brust aus einer sensationellen Pokalnacht.
Vielleicht macht Covic am Sonntag gleich weiter mit seinem Tunnelbauprogramm. Vielleicht trifft Vermeij endlich. Vielleicht reicht auch ein dreckiges 1:0, bei dem wir uns die letzten 20 Minuten wieder sämtliche Fingernägel abkauen.
Hauptsache, drei Punkte für Schwarz-Gelb!
Und sollte Sandro Wagner anschließend tatsächlich mehr Freizeit bekommen, dann wäre das selbstverständlich nur ein unbeabsichtigter Nebeneffekt unserer Dresdner Hilfsbereitschaft.
Wir sind ja schließlich keine Unmenschen. Einem gestressten Trainer etwas Erholung zu ermöglichen, gehört irgendwie auch zum guten Ton.
Unser Wunsch für Sonntag: Hannover 96 – Dynamo Dresden 0:2.
Drei Punkte für Dynamo, ordentlich Stimmung auf der Rückfahrt nach Sachsen und für Sandro vielleicht schon am Montag ein Frühstück ganz ohne Taktiktafel.
Sport frei, Dynamo! Und Sandro, den Urlaub hast du dir dann hoffentlich verdient!
Redaktioneller Hinweis: Die Partie findet am Sonntag, 1. November 2026, um 13.30 Uhr statt.
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