US‑Präsident Donald Trump (79) hat einen neuen Lieblingsknopf entdeckt: den Zollknopf. Und den drückt er jetzt demonstrativ – wegen Grönland. Ja, genau, wegen dieser eisigen Insel, die weder zu verkaufen ist noch besonders warm liegt.
Trump kündigte an, gleich mehrere europäische Länder – darunter Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien sowie diverse weitere Nord- und Mitteleuropäer – mit Strafzöllen zu belegen. Begründung: Sie stehen seinem Traum vom „Grönland-Deal“ im Weg.
Ab dem 1. Februar sollen zunächst zehn Prozent Extra-Zoll fällig werden. Ab dem 1. Juni geht’s dann hoch auf 25 Prozent – zumindest dann, wenn bis dahin kein Kaufvertrag für Grönland auf Trumps Schreibtisch liegt. Quasi: Eisinsel her oder Zollhammer.
Zölle nach dem Motto: Mehr ist mehr
Wie genau diese neuen Zölle in das ohnehin schwer durchschaubare US-Zollsystem passen sollen, blieb offen. Derzeit liegen viele EU-Zölle ohnehin schon bei rund 15 Prozent – ob die angekündigten zehn Prozent obendrauf kommen oder einfach nur als politische Drohkulisse dienen, weiß offenbar nicht einmal Washington selbst.
Klar ist nur: Für Trump ist Außenpolitik offenbar eine Mischung aus Monopoly, Basarhandel und Reality-TV. Und Europa sitzt wieder einmal am Katzentisch – mit der Frage, ob man nun über Handelsabkommen verhandelt oder doch lieber einen Kaufvertrag für eine riesige Eisfläche vorbereitet.
Bleibt abzuwarten, ob Grönland bald mit „Made in USA“-Aufkleber versehen wird – oder ob es beim nächsten Tweet dann um den Kauf des Mondes geht.
Kommentar hinterlassen