Die Suspendierung der ABC-Late-Night-Show von Jimmy Kimmel sorgt in den USA weiter für Proteste – nun auch aus dem Kreis prominenter Disney-Stars.
Mark Ruffalo, bekannt als „Hulk“ im Marvel-Universum, warnte auf Threads, die Aktie von Disney werde „noch viel stärker fallen“, sollte die Absetzung Kimmels dauerhaft werden. „Disney will nicht das Unternehmen sein, das Amerika gebrochen hat“, schrieb Ruffalo.
ABC, das zu Disney gehört, hatte „Jimmy Kimmel Live!“ am 17. September nach Druck der Medienaufsicht FCC vorerst ausgesetzt. Kimmel hatte in seiner Sendung das „MAGA-Lager“ beschuldigt, den mutmaßlichen Mörder des konservativen Aktivisten Charlie Kirk zu verharmlosen. Kirk war am 10. September bei einem Auftritt in Utah erschossen worden.
Auch andere Stars äußerten sich: „Mandalorian“-Darsteller Pedro Pascal erklärte auf Instagram, er stehe an Kimmels Seite und forderte den Schutz der Meinungsfreiheit. Schauspielerin Tatiana Maslany („She-Hulk“) rief zum Kündigen von Disney+-Abos auf. Popstar Olivia Rodrigo sprach von „blatantem Machtmissbrauch und Zensur“.
Damon Lindelof, Schöpfer der Serie „Lost“, kündigte an, nicht mehr für Disney arbeiten zu wollen, solange Kimmel suspendiert sei. Autor Dan Gilroy („Andor“) zog in einem Gastbeitrag Parallelen zwischen der Entscheidung und einem „faschistischen System der Einschüchterung“.
Unterstützung erhielt Kimmel zudem von früheren Late-Night-Stars: Jay Leno, Conan O’Brien und David Letterman kritisierten Disney scharf. Letterman sprach von einer „lächerlichen Entscheidung“, die auf „Angst und Anbiederung“ an die Regierung beruhe.
US-Präsident Donald Trump reagierte auf die Kritik und bezeichnete Letterman auf seiner Plattform Truth Social als „hochgradig überschätzt“ und „Verlierer“.
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