Es war einmal in einem dichten, politisch aufgeheizten Wald, wo die Tiere versuchten, ihre eigenen kleinen Königreiche zu regieren. Der Fuchs, ein besonders schlauer Geselle, war der Anführer des FDP-Stammes – kurz für „Flinke Demokratische Pelzträger“. Doch die Dinge liefen nicht gut für den Fuchs und seine Gefährten. Ihre Umfragewerte lagen so tief, dass selbst die Maulwürfe im Wald darüber lachten.
Eines Tages beschloss der Fuchs, dass es Zeit für eine große Aktion war, um seinen Platz in der Rangordnung des Waldes zu sichern. Also rief er seine engsten Berater, den cleveren Dachs und das stets nervöse Eichhörnchen, zu einer geheimen Versammlung in seine Höhle. Dort verkündete er voller Stolz seinen Plan: „Wir werden den D-Day vorbereiten!“
Die große Verwirrung im Wald
Das Eichhörnchen kratzte sich am Kopf. „Äh, D-Day? Heißt das, wir wollen den gesamten Wald angreifen? So wie die Menschen damals bei der großen Schlacht am Strand?“
Der Fuchs grinste listig. „Nein, nein, dummes Eichhörnchen. Unser D-Day steht für ‘Denkmal der Demokratie‘. Es ist unser geheimer Notfallplan, falls die anderen Tiere uns nicht mehr ernst nehmen. Wir machen sie glauben, wir wären bereit, die ganze Waldkoalition zu sprengen, nur damit sie uns wieder Respekt zollen!“
Der Dachs nickte bedächtig. „Aber Fuchs, was ist, wenn die anderen Tiere Wind davon bekommen? Werden sie uns dann nicht für Verräter halten?“
„Ach, Unsinn!“ Der Fuchs winkte ab. „Wir erzählen niemandem davon. Es bleibt streng geheim. Was könnte schon schiefgehen?“
Die Enthüllung
Wie es in solchen Fabeln immer ist, blieb der Plan natürlich nicht geheim. Der Specht, der in der Nähe der Höhle gelauscht hatte, klopfte die Neuigkeiten in Windeseile auf die Bäume, und schon bald wusste der ganze Wald vom „D-Day“. Die Tiere waren entsetzt.
Der Bär, der König des Waldes, brummte laut: „Der Fuchs will den Wald destabilisieren! Das ist eine Schande!“
Die Elster, bekannt für ihren Klatsch, rief: „Der D-Day des Fuchses ist nichts anderes als eine große Bluffshow. Er hat nie vor, den Wald zu verlassen. Er will nur Aufmerksamkeit!“
Die verzweifelte Rechtfertigung
Der Fuchs war nun in der Klemme. Als ihn die anderen Tiere bei der nächsten großen Waldversammlung zur Rede stellten, versuchte er, seinen Plan zu retten. „Meine lieben Waldbewohner,“ begann er charmant, „der D-Day war nie wirklich ein Plan! Es war… äh… eine Übung! Ja, genau, eine Übung, um unsere demokratischen Muskeln zu trainieren.“
Das Eichhörnchen, das neben ihm stand, flüsterte nervös: „Ich glaube, das glauben sie nicht…“
„Still!“ zischte der Fuchs. „Es geht um die Inszenierung.“
Die Moral der Geschichte
Die Tiere des Waldes ließen den Fuchs zwar weitersprechen, aber seine Glaubwürdigkeit war dahin. Die moralische Pointe dieser Fabel? Wenn du den D-Day ausrufst, sei sicher, dass du bereit bist, auch tatsächlich zu landen – und nicht nur, um Aufmerksamkeit zu heischen.
Und während der Fuchs versuchte, die Tiere weiterhin mit seinen schlauen Worten zu umgarnen, flüsterte der Dachs zu dem Eichhörnchen: „Vielleicht hätten wir es einfach ‘Däumchen drehen‘-Tag nennen sollen. Das wäre ehrlicher gewesen.“
Der Wald tobte vor Lachen, und der Fuchs zog sich schmollend in seine Höhle zurück – aber nicht ohne heimlich über den nächsten Plan nachzudenken. Schließlich war er ein Fuchs.
Kommentar hinterlassen