Die Zahl der Verdachtsfälle von Pilzvergiftungen ist in diesem Sommer deutlich gestiegen. Das teilte das Gemeinsame Giftinformationszentrum der mitteldeutschen Länder und Mecklenburg-Vorpommern mit.
Allein im August registrierte die Beratungsstelle 62 Anrufe, bei denen Menschen nach dem Verzehr von selbstgesammelten Pilzen Vergiftungserscheinungen meldeten. Das ist fast dreimal so viel wie im gleichen Monat des Vorjahres.
Feuchtes Wetter begünstigt Pilzwachstum
Fachleute führen den Anstieg auf die witterungsbedingte Pilzschwemme zurück. Durch häufige Regenfälle und feuchtes Klima wachsen in diesem Jahr besonders viele Pilze – auch giftige Arten wie Knollenblätterpilz oder Gallenröhrling. Viele Sammler greifen deshalb häufiger zu, unterschätzen aber die Gefahr einer Verwechslung.
Warnung an Pilzsammler
Mediziner und Giftzentren warnen eindringlich davor, Pilze ohne fundierte Kenntnisse zu sammeln und zu verzehren. Schon kleine Mengen giftiger Sorten können schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen – von Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu lebensgefährlichen Leberschäden.
Empfohlen wird, nur Pilze zu essen, die eindeutig bestimmbar sind, oder auf geprüfte Pilzberater und regionale Pilzausstellungen zurückzugreifen.
Fazit
Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Trend zum Selbstsammeln von Pilzen birgt erhebliche Risiken. Wer Pilze nicht sicher bestimmen kann, sollte im Zweifel lieber darauf verzichten – um einen Notruf beim Giftnotruf oder im Krankenhaus zu vermeiden.
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