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Der amerikanische Traum vom Eigenheim bröckelt immer stärker

geralt (CC0), Pixabay
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Das eigene Haus galt in den USA jahrzehntelang als Kern des „American Dream“ – als Symbol für Aufstieg, Sicherheit und Wohlstand. Doch genau dieser Traum scheint für viele Amerikaner inzwischen immer unerreichbarer zu werden. Eine exklusive Harris-Umfrage für USA TODAY unter mehr als 2.000 Verbrauchern zeigt ein deutliches Bild: Wohneigentum ist für viele nicht mehr Ziel, sondern Luxus.

Eigenheim? Für viele nur noch ein Privileg

Laut Umfrage sagen 68 Prozent der Befragten, dass sich Wohneigentum inzwischen weniger wie ein Lebensziel und mehr wie ein Privileg anfühlt. Unter Millennials liegt dieser Wert sogar bei 73 Prozent.
Noch düsterer: 51 Prozent aller Befragten meinen, der amerikanische Traum vom Eigenheim sei tot. Bei der Generation Z sind es sogar 57 Prozent.

Viele junge Menschen glauben inzwischen, dass sie sich trotz harter Arbeit niemals ein Haus leisten können, das sie wirklich wollen. Besonders bei Gen Z und Millennials teilt mehr als die Hälfte dieses Gefühl.

Die Hürden: Eigenkapital, Schulden, fehlendes Wissen

Vor allem junge Menschen sehen viele Hindernisse auf dem Weg ins Eigenheim:

  • zu wenig Geld für die Anzahlung
  • Studentenkredite
  • hohe Preise
  • und teils auch mangelnde Informationen über den Kaufprozess

Besonders auffällig: 37 Prozent der Gen Z nennen fehlendes Eigenkapital als Hauptproblem. 25 Prozent verweisen auf Studienkredite – mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt aller Befragten.

Selbst Eigentümer sind frustriert

Doch selbst wer es geschafft hat, ist nicht automatisch glücklich.
Die laufenden Kosten für Eigentümer steigen massiv:

  • Nebenkosten / Energie
  • Gebäudeversicherungen
  • Instandhaltung
  • laufende Reparaturen

Zwei Drittel der Befragten berichten von stark gestiegenen Versorgungskosten, 61 Prozent von höheren Versicherungskosten. Viele sprechen von Kosten, die inzwischen „außer Kontrolle“ geraten seien.

Besonders bemerkenswert:
Jeder zweite Gen-Z-Eigentümer sagt, er würde am liebsten wieder zur Miete wohnen.
Ein Drittel dieser jungen Eigentümer bereut sogar den Hauskauf.

Fazit

Die Umfrage zeigt deutlich:
Der US-Immobilienmarkt ist nicht zusammengebrochen – aber er steckt in einer Blockade.
Der Einstieg ist für viele kaum noch möglich, und selbst Eigentümer geraten zunehmend unter Druck.

Der amerikanische Traum lebt noch – aber für immer mehr Menschen nur noch auf dem Papier.

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