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Das Oliver Mintzlaff Opfer

Nolde (CC0), Pixabay
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Nach zwei Jahrzehnten Motorsportgeschichte, acht Fahrertiteln, sechs Konstrukteurs-Weltmeisterschaften und unzähligen Funksprüchen mit steirischem Akzent endet am Dienstag offiziell eine Ära: Helmut Marko packt seine Brille ein und verlässt Red Bull Racing.

Was vor 20 Jahren mit einem energischen „Das machen wir jetzt einfach!“ begann, endet nun mit einem freiwilligen Abgang – laut ORF „auf beidseitiges Nicken“. Ob Marko einfach keine Lust mehr hatte, sich mit kommenden Reglementwirrwaren 2026 zu beschäftigen oder ob ihm der Kaffee in Milton Keynes einfach nicht mehr schmeckte, bleibt offen.

Vom Lehrmeister zum Legendenstatus

Red Bull ohne Marko – das ist wie ein Energy-Drink ohne Zucker: möglich, aber irgendwie bitter. Der 82-jährige Österreicher war nicht nur Aufsichtsratsmitglied, Nachwuchsförderer und Entscheidungsträger mit Hang zur Direktheit – er war das grimmig grinsende Gesicht hinter dem Erfolg von Vettel und Verstappen. Ohne ihn hätte Max vielleicht noch immer Kopfschmerzen vom Kartfahren in Limburg – oder einen Uniabschluss.

Sein Faible für ungeschliffene Diamanten machte Red Bull zum Goldgräbercamp für Motorsporttalente. Nicht jeder, der durch das „Dr. Marko Casting“ ging, schaffte es – aber wenn, dann mit Vollgas.

Verstappen ohne Marko? Lando sagt Danke

Ausgerechnet nach vier WM-Titeln in Folge verpasste Verstappen dieses Jahr den Pokal und musste sich mit Silber hinter dem plötzlich fliegenden Lando Norris zufriedengeben. Und jetzt auch noch der Abschied seines Vertrauensmanns? Da wird selbst der sonst so kühle Max kurz sentimental – vielleicht.

Auch Max’ Renningenieur Gianpiero Lambiase verabschiedet sich. Ob das Timing Zufall ist oder ob Verstappen bald sein eigenes Team gründet, ist noch nicht klar. Vielleicht meldet sich ja Red Bull demnächst als reines Getränkeunternehmen zurück.

Die Personalrochade geht weiter

Mit Markos Ausstieg reißt die Abwanderungswelle bei Red Bull nicht ab. Stardesigner Newey nach Aston Martin, Sportdirektor Wheatley zu Audi, Ingenieur Marshall zu McLaren, und Teamchef Christian Horner längst Geschichte. Fehlt nur noch, dass der Teambusfahrer zu Ferrari wechselt.

Teamchef Laurent Mekies verabschiedete sich artig: „Helmut war ein echter Racer und hat uns immer ans Limit gebracht.“ Und das nicht nur technisch, sondern auch nervlich.

Fazit: Ein Motorsport-Methusalem tritt ab

Ob Helmut Marko nun endgültig in den Ruhestand geht oder ein neues Talentteam in Graz gründet – die Formel 1 wird ohne seinen grantigen Charme und legendäre Blickschärfe ein gutes Stück langweiliger.

Danke, Dr. Marko – Sie waren nicht immer diplomatisch, aber fast immer erfolgreich.

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