Dänemarks Landwirte bereiten sich auf ein ehrgeiziges neues Programm vor, das ab 2030 die Landwirtschaft und die Landschaft des Landes grundlegend verändern soll. Das sogenannte „Grüne Dreiparteien-Abkommen“ sieht vor, landwirtschaftliche Flächen teilweise wieder der Natur zurückzugeben – und zugleich eine Steuer auf Treibhausgasemissionen aus der Tierhaltung einzuführen.
Damit wird Dänemark das erste Land weltweit sein, das Methanemissionen von Rindern, Schafen und Schweinen direkt besteuert. Diese Tiere stoßen das klimaschädliche Gas im Rahmen ihres Verdauungsprozesses aus.
Die Maßnahme ist umstritten: Kritiker befürchten steigende Lebensmittelpreise und wirtschaftliche Belastungen, die insbesondere kleinere Betriebe in ihrer Existenz bedrohen könnten. Befürworter hingegen sehen darin ein Vorzeigemodell für andere Länder, um die Landwirtschaft nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten.
Parallel setzen Forscher auch auf innovative Ansätze, um den Methanausstoß der Tiere selbst zu reduzieren. So wurde in Schottland das Kalb „Hilda“ gezüchtet, das deutlich weniger Methan ausstößt als herkömmliche Rinder – ein möglicher Baustein für klimafreundlichere Tierhaltung.
Mit dem Abkommen betritt Dänemark politisches Neuland: Das Land verbindet Klima- und Agrarpolitik in einem weltweit beachteten Modell, das – je nach Erfolg – Schule machen könnte.
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