Die US-Handelskette Costco geht neue Wege: Im Frühjahr 2026 eröffnet das Unternehmen seine erste eigenständige Tankstelle – ohne das sonst typische Warenhaus mit Hotdog-Stand, Haushaltswaren und Elektronik. Der Pilotstandort entsteht in Mission Viejo, einer Stadt südlich von Los Angeles im kalifornischen Orange County.
Die Planungs- und Verkehrskommission der Stadt genehmigte im März den Bau der bislang größten Costco-Tankstelle mit 40 Zapfsäulen. Der Bau soll im Herbst 2025 beginnen.
Ziel ist es, das Tankstellengeschäft weiter auszubauen und gleichzeitig den Verkehrsfluss an überfüllten Lagerstandorten zu entlasten. Viele Costco-Märkte leiden unter starkem Kundenandrang und langen Warteschlangen an den Zapfsäulen – vor allem wegen der deutlich günstigeren Spritpreise für Mitglieder.
Costco-Mitglieder zahlen jährlich zwischen 65 und 130 US-Dollar, um Zugang zu den Angeboten der Kette zu erhalten. Besonders beliebt ist die günstige Tankoption, die zusätzlich mit bis zu 5 % Cashback für Kreditkartennutzer verknüpft ist.
„Costco-Tankstellen sind wegen ihrer günstigen Preise extrem gefragt“, sagt Neil Saunders, Einzelhandelsanalyst beim Marktforschungsunternehmen GlobalData. Er glaubt, dass das Konzept bei Erfolg auch an anderen Standorten ausgerollt wird.
Bürgermeister Robert Ruesch von Mission Viejo geht davon aus, dass die neue Tankstelle „Tausende von Fahrern“ anziehen wird. Costco selbst äußerte sich bislang nicht zur Expansion.
Neben dem neuen Konzept investiert das Unternehmen auch in bestehende Tankstellen: 60 Standorte befanden sich laut CEO Ron Vachris im März in verschiedenen Phasen der Erweiterung. Zudem werden die Öffnungszeiten ausgeweitet – Tankstellen öffnen früher und bleiben abends länger geöffnet, um die Nutzung für Mitglieder bequemer zu machen.
Die eigenständige Tankstelle ist Teil einer breiteren Strategie, Mitglieder mit niedrigen Preisen und neuem Komfort noch stärker an die Marke zu binden – auch jenseits von Hotdog-Klassikern oder Goldbarren im Sortiment.
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