US-Talkshow-Ikone Conan O’Brien hat sich kritisch über den aktuellen politischen Humor vieler Comedians geäußert – insbesondere über jenen, der sich ausschließlich gegen Donald Trump richtet.
Bei einem Gespräch an der renommierten Oxford Union in England sagte O’Brien, er verstehe zwar die Wut auf Trump, aber bloßes „F-Trump“-Rufen sei keine Satire. „Man verliert seine schärfste Waffe – den Humor – wenn man ihn gegen reine Wut eintauscht“, so der Emmy-Preisträger. Gute Satire müsse witzig bleiben, sonst verliere sie ihre Wirkung. „Wenn du nur noch schreist, hat die Macht gewonnen.“
Er warnte, dass Comedians durch ihre Wut „vereinnahmt“ würden – statt zu unterhalten, würden sie zu wütenden Kommentatoren. Dabei sei genau das Lachen eine der stärksten Waffen gegen Machtmissbrauch.
Seine Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem politische Spannungen in den USA auch die Unterhaltungsbranche beeinflussen. Conan O’Brien selbst wurde im Vorjahr mit dem Mark-Twain-Preis für amerikanischen Humor ausgezeichnet – in einem Saal, der inzwischen ironischerweise nach Trump benannt wurde.
O’Brien äußerte sich auch zur Zukunft von Late-Night-Shows. Beim TV Academy Hall of Fame Event im August 2025 sagte er, das Format sei im Verschwinden begriffen. „Late-Night-TV, wie wir es seit 1950 kennen, wird es so nicht mehr geben. Aber die Stimmen der Hosts bleiben – sie werden neue Formate finden.“
Seine Worte wurden durch die Absetzung von „The Late Show with Stephen Colbert“ durch CBS untermauert. Auch „Jimmy Kimmel Live!“ wurde zeitweise von ABC ausgesetzt – nach Kritik an Kommentaren über den Tod von Aktivist Charlie Kirk. Kimmel kehrte im Herbst zurück und verteidigte sich gegen die Vorwürfe.
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