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Chipkrieg mit Bürokratie: China warnt vor Halbleiter-Drama bei Nexperia

ColiN00B (CC0), Pixabay
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Beim niederländischen Chiphersteller Nexperia kracht es wieder gewaltig – diesmal offenbar nicht wegen fehlender Siliziumwafer, sondern wegen gesperrter Bürokonten. China sieht darin gleich die nächste globale Chipkrise am Horizont und hat vorsorglich schon einmal mit dem Finger auf die Niederlande gezeigt.

Das chinesische Handelsministerium erklärte, die Situation könne „neue Schwierigkeiten und Hindernisse“ für Verhandlungen schaffen. Übersetzt heißt das vermutlich: Wenn niemand mehr Zugang zum Drucker hat, wird auch kein Vertrag unterschrieben.

Bürokratie als neue Weltwirtschaftsgefahr

Auslöser des Streits ist laut chinesischer Seite der Vorwurf, die niederländische Konzernzentrale habe die Bürokonten aller Mitarbeiter in China gesperrt.

Das ist ungefähr so, als würde man bei einem Restaurantstreit allen Köchen gleichzeitig die Herdplatten ausschalten – und sich anschließend wundern, warum niemand mehr kocht.

China warnt deshalb schon einmal vorsorglich:
Sollte daraus eine globale Halbleiterkrise entstehen, seien selbstverständlich die Niederlande schuld.

Chips für Autos – und Kopfschmerzen für Manager

Nexperia produziert Chips, die in vielen Autosystemen stecken. Also genau die Bauteile, ohne die moderne Fahrzeuge nur noch teure Sitzmöbel mit Rädern wären.

Die Autoindustrie schaut daher nervös auf den Streit – schließlich erinnert man sich noch gut an die letzte Chipkrise, bei der Autos teilweise schneller gebaut als fertiggestellt wurden.

Streit läuft seit Monaten

Der Konflikt schwelt schon länger. Bereits im Oktober geriet die Produktion der Autoindustrie ins Stocken, nachdem China Exportkontrollen für Nexperia-Chips verhängt hatte.

Der Hintergrund: Niederländische Behörden hatten zuvor die Anteile der chinesischen Muttergesellschaft Wingtech beschlagnahmt und einem Anwalt in Amsterdam übergeben.

Begründung: Man befürchtete, Wingtech könnte Technologie und Produktionsanlagen nach China verlagern.

Fazit

Während Ingenieure eigentlich Chips herstellen sollten, beschäftigen sich derzeit viele Beteiligte vor allem mit:

  • Kontosperren

  • Anteilskonflikten

  • politischen Warnungen

Und die Weltwirtschaft hofft, dass der Chipstreit nicht wieder dazu führt, dass Autos demnächst ohne Elektronik, aber mit sehr viel Diplomatie ausgeliefert werden.

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