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Chinesische Botschaft verspottet Trumps „Shield of the Americas“ mit KI-Video

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Die chinesische Botschaft in den USA hat kurzzeitig ein KI-generiertes Video veröffentlicht, das sich über die Initiative „Shield of the Americas“ von US-Präsident Donald Trump lustig macht. Das Video wurde am Mittwoch auf der Plattform X veröffentlicht, verschwand jedoch wenige Stunden später wieder.

Der 18 Sekunden lange Clip, produziert von der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, trägt den Titel:
„Shield of the Americas – oder die Fesseln Amerikas?“

In der Animation ist ein Weißkopfseeadler im Anzug zu sehen – eine offensichtliche Symbolfigur für die USA. Vor ihm sitzen mehrere weiße Tauben, die lateinamerikanische Länder darstellen sollen.

Zunächst drückt der Adler einen roten Knopf, woraufhin eine Atomexplosion dargestellt wird. Anschließend verspricht er den Tauben Schutz durch einen großen rot-weiß-blauen Schild. Doch dieser Schild verwandelt sich plötzlich in einen Käfig, der die erschrockenen Tauben einschließt. Dazu sagt der Adler:
„Entspannt euch – manchmal bedeutet Sicherheit eben auch ein wenig Kontrolle.“

Das Video erschien nur wenige Tage nach dem „Shield of the Americas Summit“ in Florida. Bei dem Treffen hatte Trump mit rechts-konservativen und konservativen Politikern aus zwölf lateinamerikanischen Staaten über eine regionale militärische Kooperation gesprochen.

Trump warnte dort erneut vor wachsendem Einfluss ausländischer Mächte – insbesondere Chinas – in Lateinamerika. Ziel seiner Politik sei es, die Vormachtstellung der USA auf dem amerikanischen Kontinent zu sichern.

Bereits im November 2025 hatte die US-Regierung eine neue außenpolitische Linie vorgestellt, die als „Trump Corollary“ zur Monroe-Doktrin bezeichnet wird. Während Präsident James Monroe im 19. Jahrhundert europäische Einmischung in Amerika verhindern wollte, richtet sich Trumps Strategie heute vor allem gegen China.

Trump behauptete mehrfach, China kontrolliere den Panama-Kanal – eine Darstellung, die Experten als irreführend bezeichnen. Tatsächlich betrieben bislang lediglich zwei Hafenterminals am Kanal ein Unternehmen mit Sitz in Hongkong. Das oberste Gericht Panamas erklärte diese Vereinbarung im vergangenen Monat für unzulässig, eine Entscheidung, die von Peking scharf kritisiert wurde.

Unabhängig davon baut China seinen wirtschaftlichen Einfluss in Lateinamerika weiter aus. In vielen Ländern ist China inzwischen einer der wichtigsten Handelspartner und finanziert große Infrastrukturprojekte.

Ein Beispiel dafür ist der Megahafen Chancay in Peru, der 2024 mit Unterstützung des chinesischen Logistikriesen COSCO Shipping eröffnet wurde. Der Hafen soll die Transportzeiten zwischen Südamerika und Asien deutlich verkürzen.

Auch die Handelszahlen zeigen die wachsende Bedeutung Chinas: Zwischen Januar und November 2025 stiegen chinesische Exporte nach Lateinamerika laut chinesischer Zollbehörde um 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Selbst Länder, die politisch eng mit Washington verbunden sind, bleiben wirtschaftlich stark mit China verflochten. In Argentinien etwa stiegen die Importe aus China 2025 auf über 16 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von mehr als 57 Prozent – obwohl Präsident Javier Milei als enger Verbündeter Trumps gilt.

Das kurze KI-Video der chinesischen Botschaft zeigt damit vor allem eines: Der geopolitische Wettbewerb zwischen Washington und Peking um Einfluss in Lateinamerika wird zunehmend auch auf der Ebene von Propaganda und öffentlicher Kommunikation ausgetragen.

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