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Bundesliga-Vereinsreport – alles Wichtige aus den vergangenen 24 Stunden

51581 (CC0), Pixabay
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Die Bundesliga hat erst drei Spieltage hinter sich – und trotzdem gibt es bereits einen entlassenen Trainer, einen überraschenden Tabellenführer, einen HSV im freien Fall, einen angeschlagenen Meisterschaftsfavoriten und mehrere Klubs, bei denen die nächsten Tage richtungsweisend werden.

Hier der komplette Vereinscheck.

FC Bayern München: Gewonnen – und trotzdem reichlich Diskussionsstoff

Beim FC Bayern wirkt das 2:1 in Elversberg noch nach.

Besonders Luis Díaz steht im Mittelpunkt. Der Kolumbianer vergab beim Stand von 1:1 eine riesige Chance mit einem missglückten Hackenversuch. Josip Stanisic hatte bereits zum Jubeln angesetzt und reagierte anschließend sichtbar frustriert. Harry Kane stand daneben völlig frei und machte deutlich, dass er lieber den Querpass bekommen hätte.

Kane erledigte die Sache wenige Minuten später eben selbst und erzielte den Siegtreffer.

Sportlich bleiben die Bayern damit vorne dabei. Gleichzeitig ist Díaz‘ Chancenverwertung nach mehreren vergebenen Großmöglichkeiten zum ersten kleinen Reizthema der Saison geworden.

Am Freitag wartet Union Berlin.

1. FC Union Berlin: Verletzungen und plötzlich wieder Krisengerede

Bei Union ist die Stimmung deutlich angespannter.

Josip Juranovic fehlte zuletzt krankheitsbedingt beim öffentlichen Training. Christopher Trimmel könnte deshalb gegen Bayern wieder gefragt sein.

Oliver Burke fällt mit Achillessehnenproblemen aus, Andrej Ilic nach einer Blinddarmoperation. Auch bei mehreren weiteren Spielern läuft der Aufbau noch.

Sportlich steht Union nach drei Spieltagen bei nur einem Punkt und bereits zehn Gegentoren.

Ausgerechnet jetzt geht es nach München.

Eintracht Frankfurt: Endlich angekommen

Frankfurt hat mit dem 3:1 in Mainz den ersten Saisonsieg eingefahren.

Besonders emotional war die Partie für Jonathan Burkardt, der gegen seinen ehemaligen Verein traf.

Auch Noel Aseko machte bei seinem Einsatz im umgebauten Mittelfeld auf sich aufmerksam.

Nach dem schwachen Saisonbeginn war dieser Erfolg für die Eintracht vor allem psychologisch wichtig. Nun soll gegen Freiburg nachgelegt werden.

SC Freiburg: Plötzlich grüßt der Tabellenführer

Wer hätte das vor dem Saisonstart so unterschrieben?

Freiburg steht nach drei Spielen mit der maximalen Ausbeute da.

Beim spektakulären 5:0 gegen Gladbach traf Yannik Engelhardt doppelt – trotz einer schmerzhaften Nagelbettentzündung. Auch Igor Matanovic erzielte zwei Treffer.

Erstmals in seiner Bundesliga-Geschichte hat Freiburg die ersten drei Saisonspiele gewonnen.

Damit ist der SC nicht mehr nur gut gestartet.

Er ist vorerst das Team, das alle anderen jagen.

Borussia Mönchengladbach: Trainer weg – Krise voll da

In Mönchengladbach ist die Lage nach nur drei Spieltagen bereits eskaliert.

Null Punkte und zwölf Gegentore gipfelten im 0:5 gegen Freiburg.

Die Konsequenz: Eugen Polanski musste gehen.

Interimsweise übernimmt Jan-Moritz Lichte.

Parallel läuft die Trainersuche. Namen wie Horst Steffen, Ole Werner, Alexander Blessin oder Christian Eichner werden diskutiert. Christian Streich soll dagegen nicht auf eine Rückkehr ins Trainergeschäft drängen.

Für Gladbach wird das Heimspiel gegen Mainz schon früh zu einer Partie mit enormem Druck.

1. FSV Mainz 05: Die „Ohrfeige“ gegen Frankfurt wirkt nach

Auch in Mainz herrscht Katerstimmung.

Trainer Urs Fischer bezeichnete das 1:3 gegen Frankfurt als „Ohrfeige“.

Vor allem Intensität und Aggressivität fehlten seinem Team. Zudem ließ Mainz Möglichkeiten liegen, das Spiel in eine andere Richtung zu bewegen.

Nun folgt ausgerechnet die Partie beim ebenfalls tief verunsicherten Gladbach.

Da treffen am Samstag zwei Mannschaften aufeinander, die dringend ein Erfolgserlebnis brauchen.

Hamburger SV: Hoffnung durch Vuskovic – sportlich aber Alarmstufe Rot

Beim HSV gibt es zumindest eine emotionale Nachricht:

Mario Vuskovic darf ab dem 15. September wieder mit der Mannschaft trainieren. Seine vierjährige Dopingsperre läuft offiziell zwar erst Mitte November vollständig aus, Trainingsarbeit mit dem Team ist nun aber wieder möglich.

Sportlich sieht die Lage hingegen düster aus.

Der HSV hat zuletzt zum zweiten Mal hintereinander 0:5 verloren, steht bei null eigenen Treffern und zwölf Gegentoren und befindet sich am Tabellenende.

Trainer Merlin Polzin steht damit bereits früh unter erheblichem Druck.

Das Heimspiel gegen Köln bekommt enorme Bedeutung.

1. FC Köln: El Mala sorgt für Gesprächsstoff

Beim FC ist es vergleichsweise ruhig.

Der Name Said El Mala taucht inzwischen allerdings verstärkt in Diskussionen rund um die deutsche Nationalmannschaft auf. Medienberichte führen ihn als einen der jungen Spieler, die perspektivisch für höhere Aufgaben interessant werden könnten.

Für Köln geht es am Wochenende zum schwer angeschlagenen HSV – eine Partie, in der plötzlich mehr als nur drei Punkte auf dem Spiel stehen.

Werder Bremen: Chuki überzeugt – aber Thioune fordert mehr

Bremens neuer Hoffnungsträger Chuki hat sich bereits einen festen Platz erspielt.

Trainer Daniel Thioune lobt vor allem seinen Einfluss auf das Offensivspiel. Viele Bremer Angriffe laufen über ihn.

Gleichzeitig sieht der Coach noch Entwicklungspotenzial bei Physis, Zweikampfhärte und taktischen Automatismen.

Nach drei Spieltagen hat sich der Neuzugang jedenfalls schneller festgespielt, als man vielleicht erwarten durfte.

Nun kommt Augsburg.

FC Augsburg: Ruhiger Montag vor Bremen

Beim FCA gab es im überprüften 24-Stunden-Zeitraum keine vergleichbar große neue Trainer- oder Personalentscheidung.

Nach dem 2:2 gegen Leverkusen richtet sich der Blick auf Bremen.

Ab heute startet außerdem eine neue Phase des Ticketverkaufs für mehrere kommende Heimspiele.

Sportlich gilt vor allem: Augsburg hat gezeigt, dass es gegen große Gegner bestehen kann – jetzt muss diese Leistung gegen direkte Konkurrenten bestätigt werden.

VfB Stuttgart: Dortmund kommt – und der Druck steigt

Beim VfB richtet sich nach der 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim alles auf das Heimspiel gegen Borussia Dortmund.

Das öffentliche Training stößt auf großes Faninteresse – was allerdings nicht darüber hinwegtäuscht, dass Stuttgart sportlich schnell wieder Stabilität benötigt.

Gegen Dortmund wird sich zeigen, ob der holprige Start nur eine Momentaufnahme ist.

Borussia Dortmund: Operation nach schwerer Verletzung

Beim BVB gab es eine bittere Personalnachricht.

Giannis Konstantelias musste nach seinem Kreuzbandriss operiert werden. Der Eingriff fand in Straubing statt.

Damit wird der Dortmunder langfristig fehlen.

Sportlich hat Dortmund dagegen bislang wenig Grund zur Klage. Nach dem souveränen 3:0 gegen Paderborn fährt der BVB mit Selbstvertrauen nach Stuttgart.

Zudem wird weiter daran gearbeitet, Serhou Guirassy und André Silva gemeinsam noch besser in das Offensivspiel einzubinden.

Bayer Leverkusen: Ein 2:2, das sich wie eine Niederlage anfühlt

Bei Bayer sitzt der Frust nach dem 2:2 gegen Augsburg noch tief.

Leverkusen hatte sich mehr vorgenommen und rettete durch Patrik Schicks spätes Hackentor wenigstens einen Punkt.

Intern wurde die Partie trotzdem eher wie eine Niederlage aufgenommen.

Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht: Zunächst wartet die Europa League, anschließend das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Leipzig.

RB Leipzig: 5:0 – und plötzlich sieht die Welt wieder freundlicher aus

Leipzig hat mit dem 5:0 gegen den HSV ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt.

Für Trainer Martín Demichelis bedeutet der Kantersieg vor allem eines: Luft.

Nach einem nicht völlig überzeugenden Saisonbeginn war das Ergebnis dringend nötig.

Die entscheidende Frage lautet nun, ob Leipzig diese Leistung stabilisieren kann. Am Sonntag wartet Leverkusen – ein deutlich anspruchsvollerer Gradmesser.

Sorgen bereitet zudem Assan Ouédraogo. Der Mittelfeldspieler hat erneut Probleme mit der Schulter und könnte dadurch auch seine ersten möglichen Einsätze unter Bundestrainer Jürgen Klopp verpassen.

FC Schalke 04: Nach dem ersten Sieg soll Ruhe einkehren

Auf Schalke gab es innerhalb des überprüften Zeitfensters keine neue große Personalentscheidung.

Nach dem ersten Bundesliga-Saisonsieg geht es deshalb vor allem darum, den positiven Trend zu bestätigen.

Gegen Elversberg wartet am Sonntag eine Partie, bei der Schalke erstmals in dieser Spielzeit selbst stärker in die Favoritenrolle gedrängt werden könnte.

Das ist für einen Aufsteiger manchmal sogar komplizierter als gegen einen vermeintlich großen Gegner.

SV Elversberg: Niederlage gegen Bayern – aber nächste Auszeichnung

Elversberg hat gegen Bayern beim 1:2 gezeigt, dass der Klub auch gegen die Spitze konkurrenzfähig sein kann.

Eine erfreuliche Nachricht gibt es zudem für Francis Onyeka: Das Talent wurde mit der Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet.

Am Sonntag geht es nach Schalke.

Nach der starken Vorstellung gegen München wird Elversberg dort kaum mit Minderwertigkeitskomplexen antreten.

SC Paderborn 07: Nach Dortmund heißt es abhaken

Beim SCP gab es im vergangenen 24-Stunden-Zeitraum keine große neue Personal- oder Trainerentscheidung.

Nach dem 0:3 gegen Dortmund gilt es deshalb in erster Linie, das Ergebnis einzuordnen und den Blick nach vorne zu richten.

Am Sonntagabend empfängt Paderborn Hoffenheim.

Gerade gegen einen Gegner aus dem eigenen erweiterten Tabellenbereich werden die Westfalen eher daran gemessen werden als an einem Spiel gegen den BVB.

TSG Hoffenheim: Wimmer wird immer wichtiger

Bei der TSG rückt Patrick Wimmer zunehmend in den Mittelpunkt.

Der Sommerzugang bringt Tempo, Robustheit und direkte Aktionen ins Hoffenheimer Spiel und soll eine zentrale Rolle in der Offensive übernehmen.

Der 2:1-Erfolg gegen Stuttgart hat der Mannschaft zusätzlich Rückenwind verschafft.

Nun folgt Paderborn – und damit die Chance, sich früh in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen.

Das große Bundesliga-Bild nach drei Spieltagen

Die Liga hat sich erstaunlich schnell sortiert – allerdings ganz anders, als viele erwartet haben dürften.

Freiburg ist perfekt gestartet.

Dortmund wirkt stabil.

Bayern gewinnt selbst an Tagen, an denen längst nicht alles funktioniert.

Leipzig hat mit einem 5:0 ein Ausrufezeichen gesetzt.

Auf der anderen Seite stehen Gladbach und der HSV bereits massiv unter Druck.

Besonders die Borussia hat mit dem ersten Trainerwechsel der Saison gezeigt, wie schnell aus einem „schwierigen Start“ eine handfeste Krise werden kann.

Und damit beginnt schon am kommenden Wochenende eine spannende zweite Phase dieser jungen Saison:

Jetzt müssen die Überraschungsteams bestätigen, dass sie wirklich gut sind – und die Krisenklubs beweisen, dass sie noch reagieren können.

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