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Bundesliga aktuell: Vertragspläne, Verletzungssorgen und wachsender Druck bei mehreren Traditionsklubs

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Nach der ungewöhnlich langen Länderspielphase richtet sich der Blick in der Bundesliga wieder vollständig auf den Vereinsfußball. Bei mehreren Klubs haben sich unmittelbar vor dem fünften Spieltag wichtige Personalfragen entwickelt. Borussia Dortmund arbeitet an einer langfristigen Lösung auf der Trainerposition, Borussia Mönchengladbach beginnt unter einem neuen Coach praktisch noch einmal von vorne, während Verletzungen unter anderem Dortmund, Stuttgart und Köln beschäftigen.

Borussia Dortmund: Kovač soll langfristig bleiben

Beim aktuellen Tabellenführer Borussia Dortmund deutet alles auf eine langfristige Zusammenarbeit mit Niko Kovač hin.

Zwischen dem BVB und seinem Cheftrainer besteht grundsätzlich Einigkeit über eine Vertragsverlängerung bis 2029. Der derzeitige Vertrag läuft noch bis 2027. Eine offizielle Verkündung steht zwar noch aus, gilt inzwischen aber nur noch als Formsache.

Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung, weil Dortmund in den vergangenen Jahren immer wieder von Unruhe auf der Trainerposition geprägt war. Unter Kovač hat sich vor allem die defensive Stabilität deutlich verbessert. Der BVB ist hervorragend in die Saison gestartet und hat sich zunächst an die Tabellenspitze gesetzt.

Ausgerechnet vor dem Wiederbeginn des Ligabetriebs gibt es allerdings neue Sorgen.

Mehrere Dortmunder Profis waren während der Länderspielphase unterwegs. Dadurch konnte Kovač zeitweise nur mit einer extrem kleinen Gruppe arbeiten. Zusätzlich brachte die Abstellungsperiode neue Probleme in der Defensive mit sich. Bereits am Freitag gegen Werder Bremen beginnt für Dortmund eine intensive Phase mit zahlreichen Spielen in kurzer Folge.

Der BVB steht damit vor einer interessanten Doppelaufgabe: Einerseits soll die langfristige Trainerfrage frühzeitig geklärt werden, andererseits muss die Mannschaft ihren starken Saisonstart nach der langen Unterbrechung bestätigen.

Borussia Mönchengladbach beginnt unter Alexander Blessin neu

Noch deutlich größer ist der Handlungsdruck bei Borussia Mönchengladbach.

Nach vier Bundesligaspielen stehen die Fohlen weiterhin ohne einen einzigen Punkt da. In diesen vier Begegnungen kassierte die Borussia bereits 16 Gegentore. Damit befindet sich der Klub früh in einer sportlich ausgesprochen gefährlichen Lage.

Die Konsequenz aus dem Fehlstart ist ein Trainerwechsel. Alexander Blessin übernimmt die Mannschaft und soll nun für die notwendige Stabilisierung sorgen.

Sein erstes großes Ziel könnte kaum emotionaler sein: Gladbach tritt am Sonntag im Rheinderby beim 1. FC Köln an. Für Blessin geht es damit praktisch ohne längere Eingewöhnungsphase sofort in eine Partie mit enormer Bedeutung.

Zusätzlich wurde Borussia Mönchengladbach am Montag mit einem Urteil des DFB-Sportgerichts konfrontiert. Der Verband veröffentlichte am 5. Oktober eine neue Entscheidung gegen den Klub.

Der sportliche Schwerpunkt bleibt aber eindeutig: Blessin muss eine Mannschaft stabilisieren, deren Defensivprobleme nach vier Spieltagen bereits erheblich sind.

1. FC Köln: Sorgen vor dem Derby

Auch beim 1. FC Köln läuft nach einem guten Auftakt längst nicht alles nach Plan.

Nach dem 3:2 zum Saisonstart gegen Hoffenheim holte der FC aus den folgenden drei Bundesligapartien nur noch einen weiteren Punkt. Damit steigt auch auf der anderen Seite des Rheinderbys der Druck.

Besonders problematisch ist die personelle Lage im Angriff. Ragnar Ache und Thijs Dallinga fallen aus. Der FC muss deshalb seine Offensive vor dem Duell mit Gladbach neu organisieren. Am Montag kehrten gleichzeitig erste Nationalspieler wieder ins Mannschaftstraining zurück.

Damit treffen am Sonntag zwei Mannschaften aufeinander, die das Derby nicht nur wegen der traditionellen Rivalität dringend gewinnen wollen.

Für Köln geht es darum, einen zunächst positiven Saisonstart nicht vollständig aus der Hand zu geben. Gladbach benötigt dagegen überhaupt erst einmal ein Erfolgserlebnis.

VfB Stuttgart: nächster Rückschlag für Nikolas Nartey

Beim VfB Stuttgart gibt es erneut Sorgen um Nikolas Nartey.

Der dänische Nationalspieler hat einen weiteren gesundheitlichen Rückschlag erlitten. Narteys Karriere war bereits mehrfach von längeren Ausfallzeiten geprägt. Gerade deshalb wird beim VfB genau beobachtet, wie sich seine aktuelle Situation entwickelt.

Für Stuttgart kommt die Nachricht zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach der Länderspielpause beginnt wieder eine Phase mit hoher Belastung, in der Kaderbreite eine entscheidende Rolle spielen kann.

Eintracht Frankfurt: Nationalspieler kehren zurück

Bei Eintracht Frankfurt normalisiert sich nach der Abstellungsperiode schrittweise der Trainingsbetrieb.

Die Nationalspieler kehren nach und nach nach Frankfurt zurück. Bereits am Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Hessen trainieren in dieser Woche nahezu täglich auf das Topspiel hin.

Besonders im Mittelpunkt steht Younes Ebnoutalib. Seine sportliche Entwicklung verlief in den vergangenen Monaten außergewöhnlich schnell: Vom Regionalligafußball führte sein Weg über die 2. Bundesliga bis zur deutschen Nationalmannschaft. Am Montag wurde er bei der Eintracht außerdem zum Spieler des Monats September gewählt. Er erhielt 49 Prozent der Stimmen.

Jonathan Burkardt hatte unterdessen bei der deutschen Nationalmannschaft bereits den vermeintlichen ersten Treffer im DFB-Trikot erzielt. Das Tor gegen Griechenland wurde nach Überprüfung jedoch aberkannt.

Bayern München: Fokus wieder auf Bundesliga

Beim FC Bayern gibt es bislang keine ähnlich einschneidende neue Personalentscheidung wie in Dortmund oder Gladbach.

Die vergangenen Tage waren stattdessen von der Rückkehr der Nationalspieler geprägt. Mehrere Bayern-Profis waren in der ersten Länderspielphase unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp im Einsatz. Für einige brachte die Abstellungsperiode positive Signale, andere kamen deutlich weniger zum Zug.

Am Wochenende wartet nun ein bayerisches Duell beim FC Augsburg.

Augsburg präsentiert sich offensiv deutlich stärker

Der FC Augsburg hat vor dem Bayern-Spiel durchaus Gründe für Selbstvertrauen.

Die Mannschaft präsentiert sich offensiv in dieser frühen Saisonphase ungewöhnlich treffsicher. Entsprechend wird das Heimspiel gegen München trotz der klaren Rollenverteilung nicht als reine Pflichtaufgabe für den Rekordmeister betrachtet.

Gerade nach der langen Länderspielpause könnte die Partie für beide Teams zu einem Test werden, wie schnell wieder der gewohnte Rhythmus gefunden wird.

Union Berlin unter erheblichem Druck

Wesentlich schlechter ist die Situation beim 1. FC Union Berlin.

Union steckt nach vier sieglosen Spielen tief im Tabellenkeller. Auffällig sind dabei nicht nur die Ergebnisse, sondern auch Leistungsdaten: In sämtlichen bisherigen Bundesligapartien lief die Mannschaft weniger Kilometer als der jeweilige Gegner.

Gerade bei einem Klub, dessen Spiel in den vergangenen Jahren stark von Intensität, Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft lebte, ist das ein bemerkenswertes Warnsignal.

Das kommende Heimspiel gegen Aufsteiger SV Elversberg gewinnt deshalb bereits früh in der Saison erhebliche Bedeutung.

Bundesliga vor wichtigem Neustart

Nach der langen Unterbrechung dürfte der fünfte Spieltag mehr Hinweise darauf liefern, welche Entwicklungen der ersten Wochen tatsächlich Substanz besitzen.

Dortmund könnte mit einer langfristigen Bindung von Niko Kovač ein deutliches Zeichen für Kontinuität setzen. Gladbach versucht unter Alexander Blessin einen kompletten Neustart. Köln muss Verletzungen in der Offensive auffangen und Union dringend den Negativtrend stoppen.

Damit geht es am kommenden Wochenende für mehrere Vereine bereits um erheblich mehr als lediglich drei Punkte.

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