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BSW will sich neu erfinden – Partei plant Namenswechsel ohne Wagenknecht

MIH83 (CC0), Pixabay
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Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) will sich von seiner prominentesten Namensgeberin lösen – zumindest im Parteinamen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) aus Parteikreisen soll die Partei künftig „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ heißen. Das bisherige Kürzel BSW bleibt erhalten – die Buchstaben bekommen allerdings eine neue Bedeutung.

Den Vorschlag haben Präsidium und Vorstand der Partei gemeinsam ausgearbeitet. Über die endgültige Umbenennung soll ein Parteitag Anfang Dezember in Magdeburg entscheiden.

🧩 Vom Personenkult zur Programmatik

Mit dem geplanten Namenswechsel will die Partei nach eigenen Angaben den Schritt von der Gründerphase zur politischen Etablierung vollziehen. Parteigründerin Sahra Wagenknecht hatte bereits mehrfach betont, dass der ursprüngliche Name nur als Übergangslösung gedacht war, um den Start der Bewegung zu erleichtern.

Der neue Name soll die inhaltliche Ausrichtung des BSW stärker betonen: soziale Politik für Arbeitnehmer, wirtschaftliche Vernunft statt Ideologie – und eine klare Abgrenzung von den etablierten Parteien.

🧭 Strategischer Schritt vor wichtigen Landtagswahlen

Die Umbenennung kommt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt: 2025 stehen mehrere Landtagswahlen im Osten Deutschlands an, wo das BSW derzeit in Umfragen beachtliche Werte erzielt. Beobachter sehen den neuen Namen als Versuch, über die Person Wagenknecht hinaus dauerhaft eine eigenständige politische Marke zu schaffen.

Zugleich könnte der Schritt helfen, neue Wählergruppen anzusprechen, die sich mit den programmatischen Inhalten identifizieren, aber Wagenknechts polarisierende Wirkung meiden.

💬 Signal der Eigenständigkeit

Innerhalb des BSW gilt der geplante Namenswechsel als Zeichen für institutionelle Reifung. Eine Parteisprecherin sagte, der neue Name spiegele wider, „wofür das Bündnis politisch steht – soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Vernunft und Unabhängigkeit von ideologischen Grabenkämpfen“.

Für Wagenknecht selbst dürfte die Umbenennung keine Überraschung sein. Sie hatte bereits angekündigt, sich langfristig stärker auf die inhaltliche Arbeit und politische Strategie konzentrieren zu wollen, nicht auf die Symbolik ihres Namens.

⚖️ Fazit: Neue Identität, alte Initialen

Das BSW bleibt BSW – nur die Bedeutung ändert sich. Aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht wird das Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft.
Ein Schritt, der sowohl politisches Kalkül als auch symbolische Distanzierung erkennen lässt: weg vom Personenkult, hin zu einer Partei, die ihren eigenen Platz im deutschen Parteiengefüge sucht.

Ob die Wählerinnen und Wähler den neuen Namen ebenso gut annehmen wie den alten, wird sich spätestens bei den nächsten Wahlen zeigen.

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