. Fast zwanzig Jahre nach ihrer turbulenten Ehe stehen Britney Spears und ihr Ex-Mann Kevin Federline erneut im Mittelpunkt der Öffentlichkeit – diesmal mit zwei gegensätzlichen Memoiren, die einander widersprechen und ein gemeinsames Kapitel Popgeschichte neu aufrollen.
In seinem jetzt erschienenen Buch You Thought You Knew beschreibt Federline seine Sicht auf die Beziehung zu Spears, ihre psychischen Krisen und die umstrittene Vormundschaft, die das Leben der Sängerin über 13 Jahre bestimmte. Spears hatte 2023 in ihrem Bestseller The Woman in Me bereits ihre Version der Ereignisse veröffentlicht – als Geschichte von Kontrolle, Missbrauch und Selbstbefreiung.
Zwei Bücher – zwei Wahrheiten
Federline, einst Backgroundtänzer und später Reality-TV-Star, erklärt, er wolle mit seinem Buch vor allem seinen Kindern zeigen, „wer ihr Vater wirklich ist“. Er bestreitet, Spears’ Geschichte zu bestreiten, sagt aber, ihre Darstellung sei „nicht die ganze Wahrheit“.
Er schreibt, er habe mit ansehen müssen, wie die Sängerin in den Jahren nach ihrer weltbekannten Zusammenbruch-Episode 2007 „immer weiter die Kontrolle verlor“. Das berühmte Rasieren ihres Kopfes, so Federline, sei für ihn das Zeichen gewesen, „wie weit alles entgleist war“.
Er verteidigt rückblickend die gerichtlich angeordnete Vormundschaft, die Spears’ Vater von 2008 bis 2021 über ihr Vermögen und ihr Privatleben ausübte. Sie habe seinen Söhnen „ein Stück Normalität“ gegeben, während Spears nach seinen Worten „dringend Hilfe gebraucht“ habe.
Spears dagegen bezeichnete die Vormundschaft als „Gefängnis“ und „körperliche wie seelische Kontrolle“. In ihrem Buch schrieb sie:
„Dreizehn Jahre lang war ich nur noch ein Schatten meiner selbst. Mein Körper und mein Geld gehörten anderen.“
Streit um das „Free Britney“-Erbe
Während Spears die Unterstützung der #FreeBritney-Bewegung als entscheidend für ihre Befreiung bezeichnet, sieht Federline darin den Beginn neuer Probleme. Er behauptet, die öffentliche Kampagne habe Druck auf Richter und Behörden ausgeübt und zu übereilten Entscheidungen geführt.
„Was wir jetzt bräuchten, wäre eher eine Save Britney-Bewegung“, schreibt er.
Er äußert Sorge über Spears’ aktuelles Verhalten und spricht von einem „Rennen gegen die Zeit“.
Persönliche Vorwürfe – auch gegen Justin Timberlake
In You Thought You Knew beschreibt Federline zudem, dass Spears ihre frühere Beziehung zu Justin Timberlake nie ganz überwunden habe – sie habe ihn sogar am Abend vor der Hochzeit mit Federline angerufen. Diese Passage widerspricht direkt Spears’ eigener Darstellung, in der sie Timberlake beschuldigt, sie emotional verletzt und zu einer Abtreibung gedrängt zu haben.
Fans reagieren empört
Die Veröffentlichung hat sofort Empörung in der „Free Britney“-Community ausgelöst. Aktivisten werfen Federline vor, Spears’ psychische Probleme für PR-Zwecke auszuschlachten.
„Britney hat offensichtlich mit ihrer Gesundheit zu kämpfen“, sagte der Aktivist James Miller der BBC. „Ein Buch wie dieses hilft ihr sicher nicht.“
Auch Experten sehen in Federlines Veröffentlichung kaum Mehrwert. Medienpsychologe S. Mark Young von der University of Southern California meint, der Effekt werde gering sein:
„Die meisten Menschen, die Britney folgen, werden ihre Meinung durch dieses Buch nicht ändern. In einer Woche ist das Thema vergessen.“
Alte Liebe, neue Verletzungen
Federline bestreitet finanzielle Motive. Er betont, er habe nach der Scheidung „hart gearbeitet“, unter anderem als DJ in Las Vegas. Das Buch sei kein Angriff, sondern eine Befreiung:
„Alle haben ihre Version meiner Geschichte erzählt – die Medien, die Ex-Partner, Fremde. Jetzt ist es meine Stimme.“
Doch für Spears selbst, die das Buch als „verletzend und erschöpfend“ bezeichnete, öffnet sich damit ein altes Trauma erneut – ein Kampf um Deutungshoheit über ihr eigenes Leben.
Hintergrund:
Britney Spears (43) stand von 2008 bis 2021 unter der Vormundschaft ihres Vaters Jamie Spears, nachdem sie in mehreren psychischen Krisen öffentlich zusammengebrochen war. Nach einer massiven Fanbewegung wurde die Vormundschaft 2021 beendet. Federline und Spears haben zwei gemeinsame Söhne, die inzwischen volljährig sind.
Ich Frage mich was er immer noch von ihr will. Es hat so den Anschein, als ob er sie entmündigen lassen möchte. Obwohl das gar nicht seine Sache ist. Er wächst morgens auf und sorgt sich gleich um sie. Alles eigenartig. Er geht nicht arbeiten. Seine Söhne arbeiten oder studieren nicht. Wovon lebt diese Familie. Kevin hat 40000 Dollar Unterhalt bekommen. Er hat damit nicht mehr geschafft seine Miete zu bezahlen. Seinem Vermieter ist ein Schaden von rund 100000€ entstanden. Er und seine Frau wurden von einer Privatschule verklagt. 15000 Dollar Schulgeld nicht bezahlt. Kein Wunder, daß er an das Fette Konto von Britney träumt. Es ist auch schäbig von den Kindern sie so zu behandeln. Dummheit und Neid, kann viel zerstören.