Endlich mal ein frischer Wind bei BP – allerdings mit einem Hauch von Dieselabgasen. Nachdem sich der britische Ölmulti kurzzeitig in den gefährlichen Gewässern der erneuerbaren Energien verirrt hatte, zieht CEO Murray Auchincloss jetzt beherzt die Notbremse: Zurück zu Öl und Gas! Schließlich haben sich Wind und Sonne über Millionen von Jahren nicht als verlässliche Einnahmequellen bewährt, während das gute alte Rohöl immer treu aus der Erde sprudelt.
„Wachstum durch fossile Brennstoffe“ lautet das neue Motto – oder anders gesagt: Mehr Investitionen in das, was die Welt wirklich braucht: noch mehr CO₂! Konkret bedeutet das: Bis 2027 will BP jährlich 10 Milliarden Dollar in Öl und Gas pumpen. Denn Klimakrise hin oder her – irgendwo muss der Profit schließlich herkommen.
Warum grün werden, wenn man auch schwarz bleiben kann?
Noch unter Auchincloss‘ Vorgänger Bernard Looney träumte BP von einer sauberen Zukunft. 40 Prozent weniger Öl- und Gasproduktion, massiver Ausbau erneuerbarer Energien – ein Albtraum für jeden echten Fossil-Fan! Jetzt endlich wird aufgeräumt mit dieser naiven Ökophantasie.
Und damit die Kassen so richtig klingeln, prüft BP auch gleich noch sein Schmierstoffgeschäft Castrol – vielleicht lässt sich da ja noch ein bisschen was verhökern. 20 Milliarden Dollar an Verkäufen sollen bis 2027 reinkommen, vermutlich um noch ein paar zusätzliche Ölplattformen zu finanzieren.
Der Markt gibt die Richtung vor – und der Markt liebt Öl!
Auchincloss betont: „Wir werden unsere Investitionen und Produktion im Upstream-Bereich steigern, um in den kommenden Jahren Energie mit hohen Margen produzieren zu können.“ Übersetzt heißt das: „Klimaziele sind nett, aber Gewinne sind geiler.“
Insider hatten bereits im Vorfeld durchgestochen, dass BP sein Ziel aufgeben werde, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2030 um das 20-Fache zu steigern. Kein Wunder – Sonne und Wind mögen zwar kostenlos sein, aber Öl hat diesen wunderschönen Geruch von Geld.
Fazit: BP hat erkannt, dass fossile Brennstoffe einfach zu viel Spaß machen, um sie aufzugeben. Nachhaltigkeit war ein netter Versuch – jetzt wird wieder gebohrt, gepumpt und kassiert. Die Zukunft? Die können andere retten.
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