Manche Männer kaufen Blumen.
Andere schicken eine Nachricht.
Und dann gibt es Bill Ackman.
Der US-Investor will jetzt offenbar gleich den ganzen Laden übernehmen, in dem Taylor Swift, Lady Gaga und Billie Eilish unter Vertrag stehen.
Pershing Square, Ackmans Investmentgesellschaft, hat der Universal Music Group (UMG) ein Übernahmeangebot in Höhe von rund 56 Milliarden Euro unterbreitet.
Oder anders gesagt:
Wenn schon kein Backstage-Pass, dann wenigstens der Musikkonzern.
Romantik auf Wall Street Art
Offiziell geht es natürlich um Strategie, Synergien, Unternehmenswerte und den globalen Musikmarkt.
Inoffiziell darf man sich aber schon fragen:
Will Bill Ackman wirklich Universal kaufen – oder wollte er einfach nur endlich mal gleichzeitig in einem Raum mit Taylor Swift und Billie Eilish sein?
Denn wer sich für 56 Milliarden Euro den größten Musikkonzern der Welt angeln will, der setzt entweder auf ein geniales Geschäftsmodell …
oder hat das teuerste Midlife-Crisis-Konzept aller Zeiten entwickelt.
56 Milliarden für ein Fanpaket Deluxe
Das Angebot bewertet die Universal Music Group mit rund 30,40 Euro je Aktie.
Aktuell liegt die Aktie bei knapp 19 Euro.
Das bedeutet:
Ackman bietet einen satten Aufschlag von 78 Prozent.
So viel zahlt normalerweise niemand freiwillig.
Außer vielleicht jemand, der sich dachte:
- Spotify Premium reicht nicht mehr
- Konzerttickets sind zu teuer
- VIP-Lounge ist überbewertet
- also kaufe ich eben Universal
Investoren nennen das Übernahmeangebot.
Andere würden sagen: Fanpaket XXL.
Taylor, Gaga, Billie – und Bill mittendrin
Universal Music ist nicht irgendein Unternehmen.
Es ist die Heimat von Superstars wie:
- Taylor Swift
- Lady Gaga
- Billie Eilish
Dazu kommen unzählige weitere internationale Top-Acts.
Für einen Investor ist das ein Milliardenmarkt.
Für einen satirischen Beobachter ist es vor allem die Frage:
Wie schnell kann man 56 Milliarden ausgeben, nur um bei der Weihnachtsfeier zufällig neben Billie Eilish am Buffet zu stehen?
DieBewertung
Natürlich ist Bill Ackman ein knallharter Investor.
Natürlich geht es um Musikrechte, Streamingerlöse, Marktanteile und langfristige Rendite.
Natürlich.
Aber ganz ehrlich:
Wenn ein Milliardär 56 Milliarden Euro auf den Tisch legt, um den Konzern hinter Taylor Swift und Billie Eilish zu übernehmen, dann darf man zumindest kurz vermuten, dass da auch ein kleines bisschen Fanboy-Energie mitschwingt.
Vielleicht wollte er nur investieren.
Vielleicht wollte er ein Imperium.
Vielleicht wollte er aber einfach nur ein Date – und hat die Größenordnung minimal überschätzt.
Kommentar hinterlassen