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Bilanz eines Attentats

geralt (CC0), Pixabay
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Am Sonntagabend wurde die jüdische Gemeinde Australiens von einem beispiellosen Terroranschlag erschüttert: Zwei bewaffnete Männer eröffneten das Feuer auf über tausend Feiernde, die sich am weltberühmten Bondi Beach in Sydney zur Hanukkah-Eröffnung versammelt hatten. Die brutale Attacke forderte mindestens elf Todesopfer und hinterließ 29 weitere Verletzte, darunter ein Rabbi und ein zwölfjähriges Mädchen.

Australiens Premierminister Anthony Albanese verurteilte den Anschlag scharf und sprach von einem „Akt des Bösen, Antisemitismus und Terrorismus“, der das Herz der Nation getroffen habe. „Ein Angriff auf jüdische Australier ist ein Angriff auf alle Australier“, betonte er in einer bewegenden Ansprache.

Die Polizei erklärte die Tat offiziell als Terrorakt. Ein Täter wurde noch am Tatort erschossen, der zweite befindet sich in kritischem Zustand im Krankenhaus. In einem nahegelegenen Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte Sprengsätze, die mittlerweile entschärft wurden. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf mögliche Verbindungen zu extremistischen Netzwerken.

Die Tat wurde gezielt während des ersten Abends von Hanukkah verübt – einem Fest, das für Licht, Hoffnung und Zusammenhalt steht. Für viele Mitglieder der jüdischen Gemeinde war das Ereignis ein familiärer Höhepunkt des Jahres. Alexander Ryvchin vom Exekutivrat australischer Juden erklärte: „Dieses Fest ist normalerweise ein Ort des Friedens und der Freude. Dass es sich in ein Blutbad verwandelte, wird unser Land verändern.“

Ein besonderes Augenmerk gilt einem mutigen Passanten, der in einem viralen Video einen der Schützen entwaffnete und so möglicherweise noch Schlimmeres verhinderte. Er wird derzeit wegen seiner Verletzungen behandelt und von Politikern wie Medien als „Held“ gefeiert.

Internationale Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu übte scharfe Kritik an der australischen Regierung und warf ihr vor, Antisemitismus zu lange ignoriert zu haben. Auch US-Präsident Trump und König Charles III. drückten ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft aus.

In der Folge wurden weltweit Sicherheitsvorkehrungen bei Hanukkah-Veranstaltungen erhöht. Polizeikräfte in New York, London und Berlin verstärkten ihre Präsenz an Synagogen und öffentlichen Plätzen.

Die jüdische Gemeinde Australiens trauert – und mit ihr eine erschütterte Nation. Doch es überwiegt auch die Entschlossenheit, sich nicht dem Hass zu beugen. „In Zeiten der Dunkelheit“, sagte König Charles, „wird das Licht von Hanukkah immer über das Böse siegen.“

 

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