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Berlin verzichtet honorig auf die City Tax – aber der Bürger zahlt trotzdem!

GwenNhyfar (CC0), Pixabay
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Da hat sich der Berliner Senat aber wirklich was überlegt: Stromausfall in der Hauptstadt? Kein Problem! „Geht doch einfach in ein Hotel, wir verzichten auf die City Tax!“ – wow, was für ein großzügiges Angebot! Natürlich muss jeder von euch, der vom Stromausfall betroffen ist, die mindestens 70 Euro pro Nacht dann trotzdem noch aus der eigenen Tasche zahlen. Denn wer will schon mit den Berliner Steuergeldern helfen, wenn man die City Tax so toll aussetzen kann, oder?

Mensch, Herr Wegner und Frau Giffey, das ist ja wirklich ein Meisterwerk der Bürgernähe! In einer Stadt, in der die Infrastruktur so stabil ist wie ein Pudding, kann man ja wohl ruhig mal den Bürgern helfen. Aber nein, die Lösung ist natürlich, dass die Leute auf die Hotelzimmer angewiesen sind und dafür keinen Cent weniger bezahlen müssen – außer eben die City Tax, die jetzt irgendwie den Anschein erweckt, als wäre es ein „Geschenk“. Wirklich großzügig, muss man sagen!

Und dann kommt der ganz große Knaller: Berlin hat satte 5 Milliarden Euro aus dem Infrastrukturfonds bekommen. 2 Milliarden davon wurden in Bäume investiert. Ja, richtig gehört: Bäume. Wahrscheinlich die einzigen, die in Berlin noch keine Stromausfälle erleben. Vielleicht hätten wir doch lieber ein paar weniger Bäume und dafür mehr stabile Stromleitungen und eine Infrastruktur, die den Namen auch verdient. Aber hey, das ist wohl nicht so „grün“ wie ein paar extra Bäume, die dann auch noch hübsch auf Instagram zu sehen sind.

Also, statt die Infrastruktur zu schützen und den Bürgern in einer solchen Notsituation unter die Arme zu greifen, lässt der Senat die Leute einfach weiterhin mit ihrem Stromausfall allein und bietet ihnen dann ein nettes „Hotel-Special“ an. Klar, es ist ja auch viel schöner, den Bürgern im Wahlkampf zu sagen, wie toll man doch alles für sie gemacht hat. Nur bitte, nicht zu früh, lieber Herr Wegner, Frau Giffey – wir haben noch ein paar Monate bis zu den Senatswahlen.

Vielleicht denkt man ja dann doch mal nach und überlegt, wie man den Berlinerinnen und Berlinern wirklich hilft, ohne dass sie im Dunkeln sitzen – und dann auch noch mit dem Hotelpreis in der Tasche. Aber wer braucht schon eine funktionierende Stadt, wenn man Bäume pflanzen kann, oder?

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