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Bericht : DEGAG Kapital GmbH

camellia_sasanqua (CC0), Pixabay
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1. Hintergrund
Die DEGAG Kapital GmbH gehört zur DEGAG-Gruppe und diente als Emissionsgesellschaft. Sie sammelte Geld von Anlegern ein – hauptsächlich über sogenannte Genussrechte. Mit diesem Kapital sollten Immobilienkäufe, Sanierungen und Neubauten innerhalb der Gruppe finanziert werden.

2. Schulden

  • Laut Gutachten bestehen Verbindlichkeiten von rund 526 Millionen Euro.

  • Diese Summe schuldet die Firma fast ausschließlich den Anlegern, die Genussrechte erworben haben.

3. Geschäftsmodell

  • Etwa 1.400 Anleger investierten in Genussrechte.

  • Die Gesellschaft leitete die eingezahlten Gelder an die DEGAG Holding und andere verbundene Unternehmen weiter.

  • Das Geld floss von dort über verschiedene Zwischengesellschaften an Immobiliengesellschaften innerhalb der Gruppe, die Bestandsobjekte halten sollten.

4. Probleme

  • Viele Immobilien waren in schlechtem Zustand und nur teilweise vermietet. Die erwarteten Mieteinnahmen blieben aus.

  • Eine geplante große Bankfinanzierung platzte Ende 2024. Dadurch fehlte Liquidität, um Anleger auszuzahlen und Provisionen zu bedienen.

  • Vertriebskosten und hohe Provisionen verschärften die Lage zusätzlich.

  • Unklare Geldflüsse innerhalb des Konzerns müssen noch im Insolvenzverfahren geprüft werden.

5. Insolvenzgründe

  • Die DEGAG Kapital GmbH ist zahlungsunfähig und überschuldet.

  • Der Insolvenzantrag wurde am 6. Februar 2025 beim Amtsgericht Hameln gestellt.

6. Folgen für Anleger

  • Anleger haben nur eine sehr geringe Chance, ihr Geld zurückzubekommen, da ihre Forderungen nachrangig sind.

  • Eine Sanierung oder Fortführung der Gesellschaft ist ausgeschlossen.

7. Empfehlung im Gutachten

  • Der Gutachter empfiehlt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

  • Ziel ist es, das verbliebene Vermögen zu sichern und gerecht zu verteilen.


👉 Fazit in einfachen Worten:
Die DEGAG Kapital GmbH hat über 1.400 Anlegergelder eingesammelt, konnte die Immobilienprojekte jedoch nicht erfolgreich umsetzen. Statt Gewinnen entstanden Schulden von mehr als 500 Millionen Euro. Anleger müssen davon ausgehen, dass sie ihr Kapital weitgehend verlieren.

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