Startseite Allgemeines Bericht : DEGAG Deutsche Grundbesitz Holding AG
Allgemeines

Bericht : DEGAG Deutsche Grundbesitz Holding AG

camellia_sasanqua (CC0), Pixabay
Teilen

Bericht in einfacher Sprache: DEGAG Deutsche Grundbesitz Holding AG

1. Was passiert ist
Die DEGAG Deutsche Grundbesitz Holding AG hat am 27. Januar 2025 Insolvenz angemeldet. Das Gericht in Hameln prüft seitdem die Lage. Es geht darum, ob die Firma zahlungsunfähig oder überschuldet ist – und ob genug Geld vorhanden ist, um überhaupt ein Insolvenzverfahren zu finanzieren.

2. Schulden und Forderungen

  • Die geschätzten Schulden betragen rund 841 Millionen Euro.

  • Eigenes Immobilienvermögen besitzt die Gesellschaft nicht.

  • Sie lebte davon, Geld von Anlegern über Genussrechte einzusammeln und dieses in die eigene Unternehmensgruppe weiterzugeben.

3. Geschäftsidee und Probleme
Die DEGAG wollte Wohnhäuser in schlechten Lagen kaufen, sanieren und langfristig vermieten. Das nötige Kapital kam von tausenden Kleinanlegern.
Doch es gab gleich mehrere Probleme:

  • Viele Immobilien waren in schlechtem Zustand und brachten kaum Mieteinnahmen.

  • 2024 scheiterte eine große Bankfinanzierung, sodass kein neues Geld mehr hereinkam.

  • Dadurch konnten weder Anlegerzinsen noch Provisionen an Vermittler bezahlt werden.

4. Kritik an der Unternehmensführung
Es gibt den Vorwurf, dass Gelder in Millionenhöhe für andere Zwecke abgezogen wurden. Viele Entscheidungen sollen direkt zentral getroffen worden sein, ohne Kontrolle durch andere Führungskräfte.

5. Folgen für Anleger

  • Anleger haben Genussrechte im Wert von mehr als 200 Millionen Euro gezeichnet.

  • Diese Forderungen sind nachrangig, das heißt: Im Insolvenzverfahren werden sie erst ganz am Ende berücksichtigt – die Chance auf Rückzahlungen ist deshalb sehr gering.

6. Gerichtliche Maßnahmen

  • Am 10. Februar 2025 verhängte das Gericht ein allgemeines Verfügungsverbot. Seitdem darf die Gesellschaft nicht mehr frei über ihr Vermögen verfügen.

  • Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde eingesetzt.

7. Ausblick
Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die DEGAG zahlungsunfähig und überschuldet ist. Ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, hängt davon ab, ob noch genug Geld für die Gerichtskosten und den Verwalter vorhanden ist. Wahrscheinlich müssen Anleger mit hohen Verlusten rechnen.


👉 Kurz gesagt:
Die DEGAG Holding ist zahlungsunfähig, hat über 800 Mio. € Schulden und kein eigenes Vermögen. Anleger, die ihr Geld über Genussrechte investiert haben, haben kaum Chancen, ihr Geld zurückzubekommen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

SpaceX beantragt Genehmigung für den Start von einer Million Satelliten zur Unterstützung von KI

Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat bei der US-amerikanischen Telekommunikationsbehörde FCC einen Antrag...

Allgemeines

Melania-Trump-Doku überrascht mit starkem Kinostart – Kritik spaltet

Die umstrittene Dokumentation „Melania“ über First Lady Melania Trump hat am US-Kinowochenende...

Allgemeines

Betteln vor dem Supreme Court: Alabama will Redefreiheit für Bedürftige beschneiden

Zwei Jahre nachdem der Oberste Gerichtshof der USA Städten das Recht eingeräumt...

Allgemeines

Linke und liberale Waffengruppen erleben Zulauf nach tödlichem Schuss auf Alex Pretti

Seit der Tötung von Alex Pretti durch Bundesagenten in Minneapolis am 24....