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BaFin warnt vor betrügerischen Online-Plattformen – Identitätsmissbrauch und unerlaubte Finanzgeschäfte

Pacholek-cz (CC0), Pixabay
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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 28. Oktober 2025 gleich mehrere Warnungen vor dubiosen Online-Angeboten ausgesprochen. Betroffen sind die Websites primevermoegen1(.)com und toplomarket(.)com, auf denen nach Erkenntnissen der Aufsichtsbehörde unerlaubt Finanz- und Kryptodienstleistungen angeboten werden.

Verdacht auf Identitätsmissbrauch bei primevermoegen1(.)com

Besonders brisant: Im Fall der Plattform primevermoegen1(.)com weist die BaFin auf einen mutmaßlichen Identitätsmissbrauch hin. Nach bisherigen Informationen wird dort der Eindruck erweckt, dass es sich um ein seriöses Finanzunternehmen handele – tatsächlich liegt jedoch keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) vor.
Das bedeutet: Die Betreiber dürfen keine Finanz- oder Wertpapiergeschäfte in Deutschland anbieten oder vermitteln. Verbraucher, die über die Website kontaktiert oder zu Investitionen aufgefordert werden, sollten daher keine Zahlungen leisten und keine persönlichen Daten preisgeben.

Unerlaubte Finanz- und Kryptogeschäfte bei toplomarket(.)com

Auch die zweite Plattform, toplomarket(.)com, steht im Fokus der Aufseher. Nach Einschätzung der BaFin bieten die Betreiber dort Finanz- und Kryptowerte-Dienstleistungen ohne Genehmigung an. Wie bereits in anderen Fällen ähnlicher Plattformen warnen die Behörden vor hohem Verlustrisiko und möglichen Betrugsmustern, bei denen Anleger zu Einzahlungen verleitet werden, ohne jemals Zugriff auf ihr investiertes Geld zu erhalten.

Anleger sollten höchste Vorsicht walten lassen

Die BaFin betont, dass nicht alle Anbieter im Internet über die erforderliche Lizenz verfügen. Wer Geld in Finanzprodukte, Kryptowährungen oder Online-Trading-Plattformen investiert, sollte daher stets prüfen, ob das Unternehmen in der Unternehmensdatenbank der BaFin registriert ist.
Ein einfacher Check lässt sich über die BaFin-Unternehmenssuche (www.bafin.de) durchführen. Fehlt ein Eintrag, ist größte Vorsicht geboten – denn häufig stehen hinter solchen Seiten anonyme Betreiber aus dem Ausland, die keine Rückzahlungen leisten und nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

Fazit

Die aktuellen Warnungen der BaFin zeigen erneut, wie aggressiv betrügerische Anbieter versuchen, mit dem Boom rund um Online-Trading und Kryptowährungen Kapital zu schlagen. Verbraucher sollten sich nicht von vermeintlich professionell gestalteten Websites oder unrealistisch hohen Gewinnversprechen täuschen lassen.
Wer bereits investiert hat, sollte umgehend Kontakt mit seiner Bank und gegebenenfalls der Polizei aufnehmen.

 

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