Die Australierin Erin Patterson, die im vergangenen Monat wegen eines aufsehenerregenden Giftmordfalls verurteilt wurde, soll laut Gerichtsaussagen mehrfach versucht haben, ihren Ehemann zu töten – und das offenbar über Jahre hinweg mit vergifteten Speisen.
Vorwurf: Vergiftete Pasta, Kekse und Curry
Vor Gericht wurde bekannt, dass Patterson ihrem Ehemann Simon Patterson wiederholt Mahlzeiten serviert haben soll, die mit Gift versetzt waren. Unter den Gerichten befanden sich laut Anklage Pasta, Curry und sogar Kekse, die angeblich von der gemeinsamen Tochter gebacken worden seien. Simon Patterson überlebte, erlitt jedoch in einem Fall eine derart schwere Vergiftung, dass er mehrere Wochen im Koma lag. Seine Familie wurde damals sogar zweimal aufgefordert, sich von ihm zu verabschieden.
Der tödliche Lunch mit Pilzpastete
Erin Patterson war Ende Juli 2023 Gastgeberin eines Mittagessens im australischen Bundesstaat Victoria. Auf der Speisekarte: ein Beef Wellington, das mit hochgiftigen Knollenblätterpilzen zubereitet worden war.
Drei ihrer Gäste starben wenige Tage später im Krankenhaus:
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Don Patterson (70) – ihr ehemaliger Schwiegervater
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Gail Patterson (70) – ihre ehemalige Schwiegermutter
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Heather Wilkinson (66) – die Schwester von Gail
Heather Wilkinsons Ehemann, der örtliche Pastor Ian Wilkinson, überlebte nach wochenlanger Intensivbehandlung.
Verdeckte Ermittlungsdetails nun öffentlich
Die jetzt bekannt gewordenen Vorwürfe gegen Patterson im Zusammenhang mit früheren Mordversuchen an ihrem Ehemann waren lange Zeit unter gerichtlicher Geheimhaltung, um den laufenden Prozess nicht zu gefährden. Ursprünglich war sie wegen dreifachen versuchten Mordes an Simon Patterson angeklagt. Diese Anklagepunkte wurden jedoch überraschend am Vorabend des Prozesses fallen gelassen – ohne offizielle Begründung.
Patterson bestreitet alle Vorwürfe
Erin Patterson hat die wiederholten Vergiftungsversuche stets abgestritten. Dennoch befand sie ein Geschworenengericht schuldig, drei Menschen getötet und einen weiteren durch den Pilz-Lunch schwer verletzt zu haben. Das Strafmaß steht noch aus, Patterson droht eine lange Haftstrafe.
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