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Asteroiden

Batman111 (CC0), Pixabay
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Forscher warnen vor einer unsichtbaren Gefahr aus dem All: In Erdnähe könnten sich Tausende Asteroiden befinden, die groß genug wären, um eine ganze Stadt zu zerstören – ohne dass sie bislang entdeckt wurden.

Nach aktuellen Schätzungen der NASA gibt es mehr als 25.000 sogenannte „City-Killer“-Asteroiden in der Nähe der Erde. Gemeint sind Himmelskörper mit einem Durchmesser von etwa 140 Metern oder mehr – groß genug, um im Einschlagsfall massive regionale Verwüstungen anzurichten. Gefunden wurden bislang allerdings nur rund 11.500 davon, also weniger als die Hälfte.

Genau diese unbekannten Objekte bereiten Experten Sorgen. Kleine Asteroiden schlagen regelmäßig in die Erdatmosphäre ein, richten aber meist keinen größeren Schaden an. Sehr große Asteroiden, wie sie in Katastrophenfilmen vorkommen, sind dagegen meist gut erfasst. Problematisch sind laut NASA vor allem die mittelgroßen Objekte: zu klein, um leicht entdeckt zu werden – aber groß genug, um ganze Städte oder Regionen zu verwüsten.

Ein Beispiel dafür lieferte 2013 der Einschlag über der russischen Stadt Tscheljabinsk. Damals explodierte ein Asteroid von der Größe eines Hauses in der Atmosphäre mit einer Sprengkraft von rund 440.000 Tonnen TNT. Mehr als 1.600 Menschen wurden verletzt, Gebäude beschädigt. Der Himmelskörper war zuvor nicht entdeckt worden.

Der Grund: Solche Asteroiden sind schwer aufzuspüren. Sie sind vergleichsweise klein, dunkel, bewegen sich schnell und können zudem im Sonnenlicht regelrecht „verschwinden“, sodass bodengestützte Teleskope sie leicht übersehen.

Um das zu ändern, plant die NASA eine neue Mission: NEO Surveyor. Das Weltraumteleskop soll ab September 2027 mit einer SpaceX-Falcon-9-Rakete starten. Anders als viele bisherige Systeme wird es im Infrarotbereich arbeiten und so die Wärmestrahlung von Asteroiden und Kometen erfassen. Dadurch sollen selbst schwer erkennbare Objekte deutlich früher entdeckt werden können.

Das Ziel ist ehrgeizig: Innerhalb von fünf Jahren soll NEO Surveyor mindestens zwei Drittel der potenziell gefährlichen Asteroiden aufspüren. Innerhalb von 10 bis 12 Jahren will die NASA dann 90 Prozent dieser Objekte erfasst haben – und damit einen Auftrag des US-Kongresses erfüllen, der bereits 2005 formuliert wurde.

Trotz der Warnungen betonen Fachleute: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Asteroid aktuell unbemerkt direkt auf die Erde zurast, ist gering. Statistisch gesehen trifft ein Objekt dieser Größenordnung nur etwa alle 20.000 Jahre auf die Erde. Ganz ausgeschlossen ist es aber nicht.

Oder wie eine NASA-Forscherin es mit schwarzem Humor formulierte: „Wenn die Dinosaurier ein Raumfahrtprogramm gehabt hätten, wären sie vielleicht noch da.“

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