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Apple attackiert EU-Gesetz: Konzern fordert Aus für den Digital Markets Act

Tom-And-Jerry (CC0), Pixabay
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Der US-Technologieriese Apple hat im Rahmen eines offiziellen Überprüfungsverfahrens die Europäische Union dazu aufgefordert, den Digital Markets Act (DMA) wieder abzuschaffen. In einem 25-seitigen Positionspapier kritisiert der iPhone-Hersteller, dass die derzeitige Auslegung des Gesetzes durch die EU-Kommission nicht den Wettbewerb stärke, sondern im Gegenteil neue Sicherheitsrisiken und Schwachstellen schaffe.

Zentrale Kritikpunkte

Besonders scharf geht Apple mit der Vorgabe ins Gericht, alternative Möglichkeiten zur Installation von Programmen auf dem iPhone zuzulassen. Die Pflicht zur Öffnung des bisher streng kontrollierten App-Ökosystems sei aus Sicht des Unternehmens ein direkter Angriff auf die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer. Apple argumentiert, dass diese Maßnahme Kriminellen Tür und Tor öffne, da Schadsoftware leichter auf die Geräte gelangen könne.

Darüber hinaus wirft das Unternehmen der EU vor, mit der strikten Auslegung des Gesetzes vor allem die Innovationskraft großer Plattformanbieter zu behindern, ohne dabei einen erkennbaren Vorteil für Verbraucher oder kleinere Wettbewerber zu schaffen.

Hintergrund: Der Digital Markets Act

Der DMA ist seit März 2024 in Kraft und soll sicherstellen, dass sogenannte „Gatekeeper“ – darunter Konzerne wie Apple, Google, Meta und Amazon – ihren Markt nicht durch geschlossene Systeme oder übermäßige Kontrolle dominieren. Ziel ist es, den Wettbewerb im digitalen Raum zu stärken und Start-ups wie auch kleinere Anbieter nicht zu benachteiligen.

Für Apple bedeutet das konkret: Der Konzern muss Teile seines bislang geschlossenen App-Storesystems öffnen und alternative App-Marktplätze zulassen. Genau dagegen wehrt sich das Unternehmen nun mit Nachdruck.

Politische Brisanz

Die Forderung nach einer kompletten Abschaffung des DMA ist ein ungewöhnlich scharfer Schritt, der die ohnehin angespannte Beziehung zwischen Big Tech und Brüssel weiter belasten dürfte. Während die EU-Kommission betont, dass der DMA für mehr Fairness auf den digitalen Märkten sorgen soll, warnt Apple vor den Konsequenzen einer „überzogenen Regulierung“.

Wie die Kommission im Rahmen des laufenden „DMA-Review“ auf die Kritik reagieren wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Streit zwischen Brüssel und Cupertino zeigt, wie groß die Kluft zwischen den Zielen der Regulierung und den Interessen der Technologie-Giganten ist.

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