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Anstieg der Benzinpreise in den USA verschärft politischen Druck auf Trump im Iran-Konflikt

geralt (CC0), Pixabay
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In der dritten Woche des gemeinsamen Kriegs der USA und Israels gegen den Iran steht Donald Trump vor Entscheidungen, die seine gesamte Präsidentschaft prägen könnten.

Doch auch wenn der US-Präsident mit einem Konflikt ringt, der außer Kontrolle zu geraten droht, zeigt sich davon in der Öffentlichkeit wenig. In einer über einstündigen Rede im Weißen Haus sprach er nicht nur über den Krieg, sondern auch über Renovierungen des Kennedy Centers, Pläne für einen neuen Ballsaal, die Fußball-WM und zahlreiche andere Themen.

Es war ein typischer Trump-Auftritt – spontan und weit ausschweifend. Am Wochenende spielte er Golf in Florida und äußerte sich auf seiner Plattform Truth Social fast ebenso ausführlich zum Obersten Gerichtshof wie zum Iran-Krieg.

Dabei zeigt sich einmal mehr eine Lektion, die viele US-Präsidenten vor ihm lernen mussten: Ein Krieg kann eine Präsidentschaft dominieren – ob man will oder nicht.

Zunehmend deutet sich an, dass der Konflikt länger dauern könnte als ursprünglich angenommen. Trump hatte ihn zunächst als „bereits gewonnen“ bezeichnet. Inzwischen ist von Wochen oder sogar längeren Zeiträumen die Rede.

Am Montag kündigte Trump an, eine geplante China-Reise zu verschieben. Der Fokus liege nun vollständig auf dem militärischen Einsatz gegen den Iran.

Gleichzeitig versuchte er, internationale Unterstützung zu organisieren, um die wichtige Schifffahrtsroute in der Straße von Hormus zu sichern. Doch viele Länder – darunter Japan, Australien und mehrere europäische Staaten – lehnten eine Beteiligung ab.

Großbritanniens Premier Keir Starmer erklärte, man wolle sich nicht in den Konflikt hineinziehen lassen, sei aber offen für gemeinsame Lösungen.

Damit steht Trump vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder verstärkt er den Einsatz der US-Marine, um die Route zu sichern, oder er begrenzt das Engagement und riskiert anhaltende Störungen und hohe Ölpreise.

Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits spürbar. Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA liegt aktuell bei 3,72 Dollar pro Gallone, deutlich mehr als die 2,94 Dollar noch vor einem Monat.

Steigende Energiepreise könnten für Trump politisch gefährlich werden. Umfragen zeigen zwar, dass seine Kernwählerschaft weiterhin hinter ihm steht, doch bei moderaten Wählern bröckelt die Unterstützung.

Besonders kritisch wird es, wenn der Krieg die Lebenshaltungskosten weiter erhöht – ein Thema, das für viele Amerikaner entscheidend ist.

Gleichzeitig birgt eine militärische Eskalation erhebliche Risiken. Sollten US-Bodentruppen eingesetzt werden, könnte dies auf breite Ablehnung stoßen. Viele Bürger sind kriegsmüde und skeptisch gegenüber neuen langfristigen Militäreinsätzen.

Bleibt der Einsatz hingegen auf Luftangriffe beschränkt, hätte Trump mehr Zeit, politisch zu reagieren – insbesondere mit Blick auf die Zwischenwahlen im November.

„Wir brauchen niemanden“, sagte Trump am Montag. „Wir sind die stärkste Nation der Welt.“

Doch genau darin liegt das Problem: Egal welchen Weg Trump wählt – risikofrei ist keine Option. Und eine schnelle Lösung des Konflikts wird zunehmend unwahrscheinlicher.

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