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Analyse: Trumps Waffenlieferungen bringen Kiew kurzfristige Erleichterung – doch harte Sanktionen bleiben aus

loochanin (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat am Montag zwar wichtige Raketensysteme für die Ukraine freigegeben – darunter die dringend benötigten Patriot-Abwehrraketen –, doch eine entscheidende Maßnahme blieb aus: schärfere Sanktionen gegen Russland und dessen Energiehandelspartner.

Trump erlaubt NATO-Staaten, amerikanische Waffen zu kaufen und an die Ukraine weiterzugeben. Diese Entscheidung bringt Kiew kurzfristig dringend benötigte militärische Unterstützung gegen die anhaltenden russischen Raketenangriffe.

Was jedoch fehlt, ist die sofortige Umsetzung sogenannter sekundärer Sanktionen gegen Länder wie China und Indien, die weiterhin russisches Öl und Gas kaufen. Ein vom US-Senat vorgeschlagener Gesetzesentwurf sieht dafür Strafzölle von bis zu 500 % vor – ein potenziell massiver Schlag gegen Russlands Kriegskasse.

Stattdessen setzt Trump eine 50-Tage-Frist: Sollte bis Mitte September kein Friedensabkommen vorliegen, könnten dann Zölle in Höhe von 100 % verhängt werden. Doch diese Verzögerung gibt Wladimir Putin erneut Zeit, die Realität auf dem Schlachtfeld zu verändern – etwa durch eine mögliche Sommeroffensive.

Die Analyse weist darauf hin, dass Trump offenbar immer noch glaubt, Moskau ließe sich durch Fristen und Verhandlungen zum Frieden bewegen – trotz wiederholter Erfahrungen, dass Putin solche Zeitlimits ignoriert. Auch die Hoffnung, dass China oder Indien Druck auf Russland ausüben könnten, gilt als eher unrealistisch.

Trotz eines spürbaren Stimmungswechsels – Trump sprach erstmals mit erkennbarer Empathie für die von russischen Drohnenangriffen getroffene ukrainische Zivilbevölkerung – bleibt seine Ukraine-Politik widersprüchlich: keine neuen US-Gelder, keine klaren Zusagen für weitere Waffenlieferungen, und ein anhaltendes Zögern bei echten wirtschaftlichen Druckmitteln.

Für Kiew bedeutet das: kurzfristige Erleichterung – aber womöglich bald wieder Enttäuschung.

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