ei einem dramatischen Schusswaffenangriff in einem Wolkenkratzer in Midtown Manhattan sind am Montagmorgen zur Hauptverkehrszeit mindestens vier Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Unter den Todesopfern befindet sich auch ein Polizeibeamter der New Yorker Polizei (NYPD). Der mutmaßliche Täter, ein 27-jähriger Mann aus Nevada, beging nach der Tat Selbstmord.
Der Angriff ereignete sich im Gebäude 345 Park Avenue, in dem sich unter anderem die US-Zentrale der NFL sowie verschiedene Investment- und Finanzfirmen befinden. Nach Angaben von Polizeikommissarin Jessica Tisch stürmte der Täter das Gebäude gegen 9 Uhr Ortszeit mit einem M4-Sturmgewehr, eröffnete sofort das Feuer und bewegte sich anschließend gezielt durch das Gebäude.
Gezielte Schüsse, Panik und Evakuierungen
Erstes Ziel des Täters war ein Polizeibeamter, der als Teil eines privaten Sicherheitsdienstes vor Ort war. Dieser wurde sofort tödlich getroffen. Danach erschoss der Täter eine Frau, die hinter einer Säule Schutz gesucht hatte, sowie einen Sicherheitsmitarbeiter am Empfang und eine weitere Person im Foyer. Anschließend fuhr er mit dem Aufzug in den 33. Stock, wo sich Büros der Rudin Management Company befinden, dem Eigentümer des Gebäudes. Dort tötete er ein weiteres Opfer und nahm sich dann selbst das Leben.
Der Angreifer wurde als Shane Tamura, 27, aus dem Bundesstaat Nevada identifiziert. Laut der Polizei hatte Tamura eine dokumentierte psychiatrische Vorgeschichte. In seinem in der Nähe geparkten Fahrzeug fanden Ermittler weitere Waffen, Munition und verschreibungspflichtige Medikamente.
NYPD-Polizist stirbt als Held
Der getötete Beamte, Didarul Islam, war vier Jahre bei der NYPD und zuletzt im 47. Revier in der Bronx tätig. Bürgermeister Eric Adams würdigte ihn als „wahren New Yorker“ und „Helden“, der „sein Leben für diese Stadt gegeben hat“. Islam stammte ursprünglich aus Bangladesch und hinterlässt zwei kleine Söhne sowie eine schwangere Ehefrau.
Tatmotiv noch unklar – Einzeltäter bestätigt
Die Polizei geht derzeit von einem Einzeltäter aus. Das FBI, die Bundesanwaltschaft sowie der Bürgermeister waren schnell vor Ort. Der Tatort wurde vollständig abgeriegelt, weite Teile von Midtown Manhattan – zwischen der 52nd Street, Park Avenue und Lexington Avenue – blieben stundenlang gesperrt.
Laut ersten Erkenntnissen war Tamura mit seinem Auto aus Nevada angereist und hatte auf dem Weg Station in Colorado, Nebraska, Iowa und zuletzt New Jersey gemacht. Die genauen Beweggründe für die gezielte Attacke in einem Bürogebäude bleiben bislang unklar. Hinweise auf ein Manifest oder einen terroristischen Hintergrund gibt es bislang nicht.
Reaktionen aus Politik und Gesellschaft
Zahlreiche Politiker reagierten betroffen. Bürgermeister Adams rief zur Besonnenheit auf und lobte die Einsatzkräfte. Kongressabgeordneter Ritchie Torres sprach von einem „Akt des Terrors“ und forderte erneut eine Debatte über Waffengewalt in den USA. Auch FBI-Vizedirektor Dan Bongino versicherte, dass das FBI alle Ermittlungen unterstütze.
Fazit: Der Vorfall unterstreicht erneut die anhaltende Problematik der Schusswaffengewalt in den Vereinigten Staaten – selbst in hochgesicherten Gebäuden. Während die Ermittlungen weiterlaufen, trauert New York um einen Beamten, der im Dienst sein Leben ließ, und mehrere Opfer, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren.
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