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Amazon: Drohnen beschädigen drei Rechenzentren in den VAE und Bahrain

Elf-Moondance (CC0), Pixabay
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Nach den US- und israelischen Angriffen auf Iran am Wochenende sind offenbar auch Einrichtungen von Amazon Web Services (AWS) im Nahen Osten getroffen worden. Wie Amazons Cloud-Sparte mitteilte, wurden am Sonntagmorgen drei ihrer Anlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Bahrain durch Drohnen beschädigt.

Zunächst hatte AWS von „Objekten“ gesprochen, die ein Rechenzentrum in den VAE getroffen und dort „Funken und Feuer“ verursacht hätten. Gleichzeitig untersuchte das Unternehmen Strom- und Verbindungsprobleme an einem Standort in Bahrain. Am Montag bestätigte AWS schließlich, dass Drohnenangriffe für die Ausfälle verantwortlich waren.

Strukturelle Schäden und Stromausfälle

Nach Angaben des Unternehmens wurden zwei Einrichtungen in den VAE direkt getroffen. In Bahrain habe ein Drohnenangriff in unmittelbarer Nähe einer Anlage physische Schäden an der Infrastruktur verursacht.

Die Drohnen hätten strukturelle Schäden angerichtet, die Stromversorgung beeinträchtigt und in einigen Fällen Feuerlöschmaßnahmen erforderlich gemacht, die wiederum zusätzliche Wasserschäden verursachten, so AWS.

Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, die betroffenen Dienste wiederherzustellen. Aufgrund des Ausmaßes der physischen Schäden könne die vollständige Wiederherstellung jedoch Zeit in Anspruch nehmen.

Kunden sollen Daten sichern

AWS empfahl Kunden in der Region, ihre Daten zu sichern und gegebenenfalls Arbeitslasten („Workloads“) in andere AWS-Regionen außerhalb des Nahen Ostens zu verlagern. Zugleich warnte das Unternehmen, dass das „breitere operative Umfeld im Nahen Osten angesichts des anhaltenden Konflikts unvorhersehbar bleibt“.

Die Vorfälle verdeutlichen die Verwundbarkeit kritischer Technologieinfrastruktur wie Rechenzentren in militärischen Konflikten.

US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, die Angriffe auf Iran könnten vier bis fünf Wochen dauern – möglicherweise aber auch deutlich länger. Iran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte und Verbündete in der Region, darunter in den VAE, Katar, Kuwait und Saudi-Arabien.

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