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„Alles halb so wild?“ – Ein fiktives satirisches Gespräch mit dem Vertriebschef der TGI AG nach der BaFin-Warnung

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Die Finanzaufsicht BaFin hat kürzlich vor Angeboten der TGI AG gewarnt. Für viele Anleger ist das ein ernstes Signal – für manche Unternehmensvertreter offenbar eher Anlass für… sagen wir… kreative Kommunikation.

Wir haben deshalb – rein satirisch – mit dem Vertriebschef der TGI AG gesprochen. 😏

„Herr Vertriebschef, die BaFin hat eine Warnung veröffentlicht. Wie reagieren Sie darauf?“

Vertriebschef TGI AG:
Ach wissen Sie, Warnungen gehören in der Finanzbranche inzwischen fast zum guten Ton. Andere Unternehmen bekommen Marketingpreise – wir bekommen halt BaFin-Meldungen. Man muss die Dinge positiv sehen.

„Viele Anleger sind jetzt verunsichert.“

Vertriebschef:
Das verstehe ich natürlich. Aber man darf nicht vergessen: Auch die BaFin hat nur einen Job – und wir haben auch einen. Unser Job ist es, Investmentideen zu verkaufen. Der Job der BaFin ist es, skeptisch zu sein. Das nennt man Arbeitsteilung.

„Die BaFin sagt, es fehle ein Verkaufsprospekt.“

Vertriebschef:
Ja, das ist ein bisschen wie beim Kochen. Manche brauchen ein Kochbuch, andere kochen einfach aus dem Bauch heraus. Wir sind im Vertrieb eher Team Bauchgefühl – und ein gutes Verkaufsgespräch ersetzt manchmal eben 200 Seiten Papier.

„Anlegeranwälte dürften jetzt aufmerksam werden.“

Vertriebschef:
Das stimmt. Anwälte haben ein sehr feines Gespür für solche Situationen. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Tagen einige Kanzleien plötzlich ein außergewöhnlich großes Interesse an unserem Geschäftsmodell entwickeln werden.

Man könnte sagen: Wir leisten gerade einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Anwaltskonjunktur.

„Rechnen Sie mit Rückforderungen von Anlegern?“

Vertriebschef:
Das ist durchaus möglich. Anleger sind heutzutage sehr aufmerksam. Sobald irgendwo das Wort BaFin fällt, beginnen viele plötzlich ihre Verträge zu lesen – manche sogar bis zum letzten Absatz.

„Was wird das Unternehmen jetzt tun?“

Vertriebschef:
Wir werden zunächst einmal das tun, was Unternehmen in solchen Situationen immer tun:

  1. die Situation sorgfältig prüfen

  2. mit Juristen sprechen

  3. sehr viele interne Meetings abhalten

  4. und selbstverständlich betonen, dass wir weiterhin vom Geschäftsmodell überzeugt sind.

„Und Ihr persönlicher Plan?“

Vertriebschef:
Ich habe mir vorgenommen, mein Telefon in den nächsten Wochen etwas öfter auf stumm zu stellen. Erfahrungsgemäß rufen jetzt nämlich viele Menschen an – Journalisten, Anleger, Anwälte und vermutlich auch ein paar ehemalige Vertriebspartner.

„Letzte Frage: Wie würden Sie die Situation zusammenfassen?“

Vertriebschef:
Früher bestand mein Job darin, Investoren von unserem Angebot zu überzeugen.

Jetzt besteht er vermutlich erst einmal darin, den Anwälten zu erklären, wie alles gemeint war.


Hinweis: Dieses Interview ist satirisch und dient der humorvollen Kommentierung aktueller Ereignisse.

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