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AfD und Bündnis Sahra Wagenknecht: CDU als gemeinsamer Hauptgegner im Wahlkampf

moinzon (CC0), Pixabay
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Im bevorstehenden Bundestagswahlkampf haben sowohl die AfD als auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) offenbar die CDU als ihren Hauptgegner ausgemacht. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf hochrangige Vertreter beider Parteien.

Die Gründerin des Bündnisses, Sahra Wagenknecht, machte in einem Interview mit der Zeitung deutlich, dass die Union eine Mitschuld an der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Krise trage. „Nicht nur der Kanzler trägt Verantwortung für die Misere, sondern auch die CDU, die in der Vergangenheit zahlreiche Fehlentscheidungen getroffen hat“, so Wagenknecht.

Ein zentraler Punkt in Wagenknechts Kritik sei die Wirtschaftspolitik der Union, die ihrer Meinung nach maßgeblich zur Deindustrialisierung und zur sozialen Spaltung beigetragen habe. Besonders in Bereichen wie der Energiepolitik und der Außenpolitik hätten Union und SPD gemeinsam die Weichen falsch gestellt.

Kanzlerkandidatur von Wagenknecht noch offen

Ob Wagenknecht selbst als Kanzlerkandidatin ihres Bündnisses antreten wird, ließ sie offen. Eine Entscheidung darüber soll nach ihren Angaben im Januar fallen. In Parteikreisen wird jedoch spekuliert, dass Wagenknecht ihre Führungsrolle nutzen könnte, um ihre Partei als starke sozialpopulistische Alternative zu positionieren.

Keine offizielle Absprache zwischen AfD und BSW

Laut Recherchen der „Welt am Sonntag“ gibt es keine formale Vereinbarung zwischen AfD und BSW, sich im Wahlkampf gegenseitig zu schonen. Dennoch deuten die Strategien beider Parteien darauf hin, dass sie sich vor allem auf die Auseinandersetzung mit der CDU konzentrieren wollen. Ziel sei es, sich gegenseitig nicht anzugreifen, um Wählerstimmen in ähnlichen Zielgruppen nicht zu gefährden.

Besonders in ostdeutschen Bundesländern könnten sich AfD und BSW damit in die Karten spielen. Beide Parteien wollen dort vorrangig von der Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien profitieren. Die CDU, die sich unter Friedrich Merz als konservativer Stabilitätsanker positionieren möchte, gerät damit von beiden Seiten unter Druck.

Für die AfD steht fest, dass die Union ihr größter Konkurrent im Kampf um konservative und wirtschaftspolitisch skeptische Wähler sei. Auch BSW will diese Wählergruppe ansprechen, jedoch mit einem stärker sozialpolitischen Fokus. Beide Parteien hoffen, durch ihre Wahlkampfstrategie eine Verschiebung des politischen Kräfteverhältnisses zu ihren Gunsten zu erreichen.

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