Nach dem spektakulären US-Militäreinsatz in Venezuela, bei dem der venezolanische Präsident wie ein Paket ohne Absender in die USA verfrachtet wurde, gibt es neue Enthüllungen: Laut kubanischer Staatsmedien wurden dabei 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet. Ja, richtig gelesen – kubanische.
Das wirft nicht nur Fragen auf, sondern ganze Kontinente davon. Was für ein Präsident ist eigentlich dieser Maduro – oder besser: was für ein Präsident ist Trump, wenn er auf seinem Weg zur „Weltpolizei im Rabattformat“ offenbar auf einen anderen Staat trifft, dessen Präsident seinen Personenschutz outsourced?
Kuba erklärte, die Toten seien „bei Kampfhandlungen im Zuge des kriminellen Angriffs der US-Regierung ums Leben gekommen“. In Caracas nannte man es einfach: „Verlust bei einer speziellen Sicherheitskooperation mit Freunden, die uns noch nie im Stich gelassen haben – außer vielleicht jetzt.“
Ein Sprecher des venezolanischen Verteidigungsministeriums erklärte nüchtern, „ein Großteil von Maduros Sicherheitsteam“ sei getötet worden. Dass dieser Großteil aus einem anderen Land stammte, scheint niemanden so recht zu irritieren. Wahrscheinlich, weil es in Venezuela längst üblich ist, die Sicherheit des Präsidenten bei einem ideologisch kompatiblen Drittstaat zu buchen.
Aber Hand aufs Herz: Was sagt es über einen Präsidenten aus, der seinem eigenen Militär nicht genug vertraut, um sich schützen zu lassen? Ist das noch Misstrauen – oder schon politische Reisewarnung gegen das eigene Land?
Und was sagt es über den Angreifer aus – in diesem Fall die USA unter Donald Trump –, wenn der Präsident vor dem Einsatz bereits von „vielen Kubanern“ sprach, die getötet werden würden? Hellseher? CIA-Briefing? Oder bloß ein Twitter-Algorithmus mit Nostalgie-Funktion?
Fest steht: Wenn ein Staatschef nicht einmal seinen Leibwächtern den Pass aus dem eigenen Land zutraut, ist vielleicht weniger sein Leben in Gefahr als seine politische Glaubwürdigkeit. Oder wie es im Kreml heißen würde: Vertrauen ist gut, kubanischer Personenschutz ist besser.
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