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24 Tote schweres Zugsunglück in Spanien

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Bei einem schweren Zugunglück in Südspanien sind am Sonntagabend mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 70 weitere Personen wurden verletzt, 30 davon schwer, wie Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente bestätigte. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch weiter steigen könnte.

Das Unglück ereignete sich gegen 18:40 Uhr Ortszeit nahe der Stadt Adamuz in der Provinz Córdoba, als ein Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg von Málaga nach Madrid entgleiste – und dabei auf ein benachbartes Gleis geriet. Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden Zug der Linie Madrid–Huelva. Nach Angaben des Bahnnetzbetreibers Adif handelte es sich um einen Freccia 1000-Zug, der Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h erreichen kann.

Die Ursache des Unfalls ist bislang unklar. Besonders rätselhaft: Die Entgleisung ereignete sich auf einem geraden, frisch sanierten Streckenabschnitt. Verkehrsminister Puente sprach von einem „extrem ungewöhnlichen Vorfall“. Mit ersten Ergebnissen der Unfalluntersuchung ist laut Behörden nicht vor Ablauf eines Monats zu rechnen.

Etwa 300 Passagiere befanden sich im ersten Zug der privaten Bahngesellschaft Iryo, rund 100 im zweiten, betrieben von der staatlichen Renfe. „Es war wie ein Albtraum“, sagte Adamuz’ Bürgermeister Rafael Moreno, einer der ersten Helfer am Unfallort.

Der Aufprall war so heftig, dass Rettungskräfte Schwierigkeiten hatten, durch die verbogenen Wracks zu Überlebenden vorzudringen. „Wir mussten sogar eine Leiche bergen, um zu einer noch lebenden Person zu gelangen“, schilderte Feuerwehrchef Francisco Carmona der RTVE.

Die Katastrophe sorgt im ganzen Land für Trauer. Spaniens Premier Pedro Sánchez sprach von einer „Nacht des tiefen Schmerzes“. Auch König Felipe VI. und Königin Letizia äußerten sich betroffen und sprachen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

Die spanische Rotkreuz hat psychologische Hilfen für Betroffene und Angehörige bereitgestellt. Bahnhöfe in Madrid, Málaga, Córdoba und Huelva wurden für betroffene Passagiere geöffnet.

Der bisher schwerste Unfall im spanischen Hochgeschwindigkeitsnetz ereignete sich 2013 in Galicien – damals starben 80 Menschen.

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