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Zyklon „Chido“ hinterlässt Spur der Verwüstung

useche360 (CC0), Pixabay
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Der zerstörerische Zyklon „Chido“ hat auf der französischen Überseeinsel Mayotte im Indischen Ozean eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Präfekt Francois-Xavier Bieuville äußerte die Befürchtung, dass Hunderte Menschen ums Leben gekommen sein könnten. „Ich denke, es könnten mehrere Hundert, vielleicht sogar Tausend Todesopfer sein,“ sagte er in einem Interview.

Auch am Tag nach dem Sturm gibt es noch keine offiziellen Zahlen, doch die Berichte deuten auf eine humanitäre Katastrophe hin. Mehr als 250 Verletzte wurden bisher registriert, während Tausende obdachlos sind. Mayotte, eine Inselgruppe mit etwa 310.000 Einwohnern, ist schwer getroffen, insbesondere in ärmeren Regionen, wo Behausungen dem Sturm nicht standhalten konnten

„Viele von uns haben alles verloren“

Präsident Emmanuel Macron sprach bei einem Treffen mit Papst Franziskus auf Korsika über die Tragödie. „Ich denke an unsere Mitbürger auf Mayotte, die das Schlimmste durchgemacht haben. Einige haben alles verloren – ihr Zuhause, ihre Existenz und leider auch ihr Leben.“

Die Schäden auf Mayotte sind enorm: Tausende Haushalte sind ohne Strom, Straßen sind blockiert, und auch der Flughafen der Insel wurde beschädigt. „Viele von uns haben alles verloren,“ schrieb die Präfektur auf ihrer Facebook-Seite. Es wird berichtet, dass 10.000 Menschen in Notunterkünften Schutz suchen mussten.

Der schwerste Zyklon seit 90 Jahren

„Chido“ gilt als der schlimmste Zyklon, der Mayotte in den letzten 90 Jahren getroffen hat. Mit Sturmböen von bis zu 220 km/h fegte der Wirbelsturm über die Insel und hinterließ massive Schäden. Besonders betroffen waren die Behausungen ärmerer Bevölkerungsschichten, die dem Sturm nicht standhalten konnten.

Die örtlichen Behörden hatten die Bevölkerung aufgerufen, in sicheren Behausungen Schutz zu suchen und während des Sturms das Haus nicht zu verlassen. Die Auswirkungen sind dennoch verheerend, und es wird Tage dauern, um das gesamte Ausmaß der Zerstörung zu erfassen.

Frankreich schickt Armee und Hilfskräfte

Frankreich hat sofortige Hilfe zugesagt. Innenminister Bruno Retailleau kündigte an, die Situation persönlich vor Ort zu begutachten. „Wir müssen die Trümmer sichten, die zerstörten Unterkünfte inspizieren und die Situation einschätzen,“ erklärte Retailleau.

Am Montag wird der Minister mit 160 Soldaten und Feuerwehrleuten auf der Insel erwartet, um die Rettungsarbeiten zu koordinieren und humanitäre Hilfe zu leisten. Ein Flugzeug mit Hilfslieferungen, darunter Nahrungsmittel und medizinische Ausrüstung, ist bereits eingetroffen.

Zyklon erreicht Mosambik: Noch mehr Zerstörung

Nachdem „Chido“ auf Mayotte wütete, zog der Zyklon weiter zum afrikanischen Festland und traf mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h auf Mosambik. Besonders betroffen ist die nördliche Provinz Cabo Delgado, wo Häuser, Schulen und Gesundheitseinrichtungen schwer beschädigt wurden.

Laut UNICEF ist das Ausmaß der Schäden noch nicht abschätzbar. „Die Region ist schwer betroffen,“ teilte die Organisation mit. In Cabo Delgado und der Nachbarprovinz Nampula ist das Stromnetz zusammengebrochen, was die Rettungsarbeiten zusätzlich erschwert.

Fazit: Eine humanitäre Katastrophe ungeahnten Ausmaßes

„Chido“ hat sowohl Mayotte als auch Mosambik ins Chaos gestürzt. Die Menschen auf Mayotte kämpfen mit einer Zerstörung, wie sie die Insel seit Jahrzehnten nicht erlebt hat, und blicken auf eine ungewisse Zukunft. Die französische Regierung und internationale Hilfsorganisationen arbeiten nun daran, so schnell wie möglich Unterstützung zu leisten. Doch klar ist: Der Wiederaufbau wird Monate, wenn nicht Jahre dauern.

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