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Zwei Unis, ein Plan: Warum die Fusion von Elon und Queens in North Carolina für Streit sorgt

ttreis (CC0), Pixabay
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Elon University und die Queens University of Charlotte wollen zusammengehen – offiziell vereinbart am 16. September, mit Details bis Sommer 2026. Beide bleiben vorerst eigenständige Standorte, inklusive getrennter Division-1-Sportprogramme. Doch unter Alumni rumort es: Befürchtet werden Markenverwässerung, Verwirrung bei Studieninteressierten und finanzielle Risiken.

Warum die Fusion?

  • Elons Perspektive: Zugang zur Metropolregion Charlotte (Top-25 nach Bevölkerung), hoher Bedarf an Master- und Professional-Programmen. Gemeinsam ließen sich Angebote schneller ausbauen.

  • Queens’ Sicht: Eine Partnerschaft mit einer „finanziell soliden“ Uni biete Stabilität. Hintergrund: rückläufige Immatrikulationen und ein ausgewiesener Schuldenstand von 108,4 Mio. US-Dollar (GJ 2024, S&P).

Der Druck der Zahlen

  • Queens: Insgesamt ca. 1.800 Studierende; Rückgänge 2023→2024 um 13 %. Seit 2019: Bachelor –29 %, Master –49 %.

  • Elon: Insgesamt ca. 7.300 Studierende; Neuimmatrikulationen –7 % (2023→2024) und –11 % (2024→2025) – begründet mit demografischem Trend.

Worum die Alumni streiten

Die Gruppe „No Elon Merger“ (Alumni von Elon) warnt vor:

  1. Marken-Dilution: Zwei Institutionen unter einem Dach schwächten Elons Profil.

  2. Verwirrung: Zwei Standorte, zwei Identitäten – unklare Außenwirkung.

  3. Kosten: Ein „Turnaround/Merger“ erfordere Millioneninvestitionen.

Elon entgegnet, man verstehe die Sorge um die Marke, die Fusion diene aber der Stärkung beider Hochschulen. Gerüchte um eine Schließung von Queens weist man zurück.

Auch Queens-Alumni äußern Skepsis („klingt eher nach Übernahme“). Andere verweisen auf Chancen – z. B. Anbindung an Elons Law School oder neue Studiengänge.

Einordnung durch Experten

Hochschulberater betonen, Fusionen könnten Lücken im Portfolio schließen: Neue Programme aufzubauen sei teuer; eine Partner-Uni beschleunige die Erweiterung. Beispiel Roosevelt University/Robert Morris (Chicago): Nach der Fusion entstanden neue Colleges, Programme wurden integriert, der Sport stieg in die NCAA Division II auf – ein Hinweis, wie Synergien aussehen können.

Was (noch) offen ist

  • Branding & Name: Wird im Prozess geklärt.

  • Governance & Finanzen: Investitionsbedarf, Integration von Schulden, Organisationsstruktur.

  • Zeitleiste & Mitnahme der Community: „Listening Tour“ im Herbst; Alumni-Town-Hall bei Queens am 1. Oktober. Die Alumni-Initiative informiert unter noelonmerger.com.

Fazit

Die Fusion reagiert auf demografischen Rückgang und Finanzdruck – in Charlotte wittert Elon Wachstumschancen, Queens sucht Stabilität. Ob „strategischer Schulterschluss“ oder „stille Übernahme“: Entscheidend wird, Transparenz in Branding, Finanzierung und Studienangeboten zu schaffen – und zu zeigen, dass beide Campus spürbar gewinnen.

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