Die Weltwirtschaft hat mal wieder einen dieser Tage, an denen sie sich fragt: „Ernsthaft?“ – denn die USA haben ihre Importzölle rund um den Globus hochgeschraubt. Besonders hart trifft es diesmal die Schweiz, wo man entsetzt feststellt, dass nun sogar Goldbarren besteuert werden. Ja, richtig gelesen: Gold. Das Zeug, das man seit Jahrhunderten als endgültig wertvoll betrachtet, hat jetzt in den USA quasi einen Strafzettel bekommen – 39 Prozent Aufpreis, bitte sehr.
In Japan herrscht derweil betretenes Schweigen, nachdem die US-Regierung zugab, einen „bedauerlichen Fehler“ bei der Zollerhebung gemacht zu haben. (Übersetzung: Wir haben aus Versehen doppelt kassiert.) Wenigstens gibt es hier eine versprochene Rückerstattung – und ein kleines Trostpflaster: Autotarife sinken von 27,5 auf 15 Prozent.
Für Indien und Brasilien hingegen heißt es: „Willkommen im 50-Prozent-Club“. Trump begründet das mit dem Kauf von russischem Öl. Nebenbei legt Indien nun milliardenschwere Waffenkäufe in den USA auf Eis – vermutlich um sich die Versandkosten zu sparen.
Italien reagiert mit einer patriotischen Konsumoffensive: „Wir kaufen europäisch!“ ruft der Verbraucherschutzverband „Movimento Consumatori“. Das klingt ein bisschen nach EM-Finalstimmung, nur mit Käse und Schuhen statt Fußball.
Fazit: Trump verteilt Zölle derzeit wie Konfetti auf einer sehr angespannten Weltwirtschaftsparty – und keiner weiß so genau, ob er als Nächstes den Eintritt zum Weißen Haus mit einem 25-Prozent-Aufschlag versieht.
Kommentar hinterlassen