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„Zielgröße: Null – auch beim Denken?“

parveender (CC0), Pixabay
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Ein satirisches Interview zur neuen Spahn’schen Politik mit Annalena Bärschock, Lars Glockenhammer und Sören Ellmann

Moderator: Guten Tag, meine Damen und Herren. Heute begrüßen wir im Studio drei hochkarätige Stimmen der politischen Analyse: die energiepolitische Weltumarmungsbeauftragte Annalena Bärschock, den sicherheitspolitischen Reizgas-Influencer Lars Glockenhammer sowie den gewerkschaftlich zertifizierten Ironiker Sören Ellmann. Thema heute: Jens Spahn, seine Nullvision in Sachen Migration – und warum Bürgergeld offenbar bald nur noch mit Abo-Modell erhältlich ist.

Moderator: Herr Glockenhammer, Jens Spahn will die Zahl illegaler Migranten auf null senken. Ist das realistisch?

Lars Glockenhammer: Na klar. Null ist das neue Ziel – und überhaupt eine fantastische Zahl! Ich selbst strebe auch Null Kalorien, Null Steuern und Null Tempolimits an. Wenn’s um komplexe Probleme geht, hilft in Deutschland vor allem eins: mathematischer Absolutismus.

Annalena Bärschock: Ich bin da anderer Meinung. Null ist so negativ. Ich sehe Migration eher als Plus. Ein großes, pulsierendes Plus! Wer Menschen zählt, hat schon verloren. Ich plädiere für ein Gefühlsquotensystem – statt Migranten zählen wir demnächst einfach gemeinsame Sonnenuntergänge.

Sören Ellmann: Und ich finde: Wenn Jens Spahn mit dem DAX argumentiert, sollten wir beim Thema Migration wenigstens den DÖX einführen – den „Deutschen Öffentlichkeits-Zuständigkeitsindex“. Steigt der über 10, dann wird’s eng in Talkshows.

Moderator: Spahn bezeichnet Alexander Dobrindt als „Schwarzen Sheriff“. Wie finden Sie das Bild?

Lars Glockenhammer: Großartig! Der Sheriff kommt zurück – mit politischer Reitpeitsche und Dienstanweisung zum Rückführen! Ich schlage vor, wir benennen das Innenministerium in „Wilder Westenamt“ um.

Annalena Bärschock: Ich finde das hochproblematisch. Das klingt nach Cowboy-Romantik für autoritäre Seelen. Ich plädiere für einen „bunten Friedens-Cowboy“, der statt Abschiebung Abschiedsumarmungen verteilt. Mit Bio-Keksen.

Sören Ellmann: Sheriff Dobrindt? Ich dachte, der spielt seit Jahren nur den grummeligen Nebencharakter im politischen Western. Immer da, aber keiner weiß genau, warum. Wahrscheinlich hat er einen Pferdepass fürs Ressort.

Moderator: Spahn sagt auch, das Bürgergeld sei sozialer Sprengstoff. Ihre Einschätzung?

Lars Glockenhammer: Sprengstoff ist genau das richtige Bild! Ich schlage Alarmstufe Orange vor. Bürgergeld führt zu Hängemattenkommunismus. Wer nicht bei Sonnenaufgang auf dem Bau steht, soll wenigstens virtuell die Bundeswehr unterstützen müssen!

Annalena Bärschock: Also bitte. Arbeit ist kein Zwang, sondern ein innerer Tanz mit dem Kosmos. Wir sollten das Bürgergeld in Mitfühlgeld umbenennen. Und statt Kürzungen einführen, dass man es nach guter Tat verdoppeln kann. Wer einem Igel hilft, kriegt Bonuspunkte.

Sören Ellmann: Ich persönlich nenne es „Netflix für Sozialstaat“. Und ganz ehrlich: Solange man nicht gleichzeitig Bürgergeld bezieht und eine Heizdecke verkauft, ist doch alles okay. Aber es stimmt schon – Spahn will das Bürgergeld auf Diät setzen.
Low Budget – High Pressure.

Moderator: Herr Spahn meint, es sei typisch deutsch, dass Arbeit zur Identität gehört.

Lars Glockenhammer: Richtig. Meine Identität ist Lagerregal 7, Fach B. Ich warte nur darauf, dass das Arbeitsministerium eine App launcht: „Schaffe! – Die Identitäts-Offensive“ mit Pushnachrichten zur inneren Pflicht.

Annalena Bärschock: Identität durch Arbeit? Das klingt nach einem ganz dunklen Kapitel. Ich sage: Work-Life-Feelings statt Work-Life-Balance! Und: Jeder Mensch ist auch ohne Büroeintrag vollständig.

Sören Ellmann: Ich habe meine Arbeit mal gefragt, ob sie meine Identität sein will. Sie hat geantwortet: „Ich bin nur ein Steuerbescheid.“

Moderator: Abschließend: Spahn will „gesellschaftlichen Frieden“ durch Migrationsstopp und weniger Bürgergeld. Wird das gelingen?

Lars Glockenhammer: Klar. Wenn niemand mehr kommt und alle arbeiten, während sie kein Bürgergeld bekommen, dann herrscht endlich himmlische Ruhe – bis auf den Lärm von Spahns Pressekonferenzen.

Annalena Bärschock: Ich sage: Frieden ist nicht die Abwesenheit von Migration, sondern die Anwesenheit von Verständnis. Vielleicht sollte Jens Spahn mal ein Wochenende barfuß in einer Jurte meditieren.

Sören Ellmann: Mein Vorschlag: Deutschland senkt nicht die Migration, sondern den Puls. Und Spahn bekommt eine neue Zielgröße: Null Mikrofone.

Moderator: Vielen Dank an Annalena Bärschock, Lars Glockenhammer und Sören Ellmann. Nächste Woche sprechen wir über das neue „Bürgerarbeits-Zertifikat“, das man beim Finanzamt gegen einen Baum eintauschen kann.


Hinweis: Dieser Text ist Satire. Alle Personen – außer Jens Spahn – sind frei erfunden, alle Aussagen überzeichnet, und die Kaffeemaschine im Spahn-Büro ist vermutlich nicht politisch verantwortlich.

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