Startseite Allgemeines Worauf Anleger:innen beim Online-Aktienkauf achten sollten – FMA und Wiener Börse geben Orientierung
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Worauf Anleger:innen beim Online-Aktienkauf achten sollten – FMA und Wiener Börse geben Orientierung

webandi (CC0), Pixabay
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Der Kauf der ersten Aktie gilt für viele als Einstieg in die Welt der Geldanlage. Doch was auf den ersten Blick simpel wirkt – Wertpapier auswählen, Order aufgeben, fertig – entpuppt sich in der Praxis als deutlich komplexer. Schon kleine Entscheidungen können Einfluss auf das Ergebnis haben. Genau hier setzen die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) und die Wiener Börse an: Sie wollen Einsteiger:innen Orientierung geben und typische Fehler vermeiden helfen.

Junge Anleger:innen investieren digital – oft ohne Beratung

Eine aktuelle Auswertung der FMA zum Anlageverhalten unterschiedlicher Altersgruppen zeigt: Besonders junge Anleger:innen setzen auf digitale Kanäle. Sie investieren überwiegend online und häufig ohne Beratung, im sogenannten „execution only“-Modell. Das bedeutet: Sie entscheiden selbstständig, ohne Rücksprache mit einer Bank oder einem Berater. Diese Selbstbestimmung bietet Chancen, erfordert aber auch ein gutes Verständnis der Abläufe, um keine kostspieligen Fehler zu machen.

Sieben zentrale Schritte für den ersten Aktienkauf

Nach Einschätzung der FMA sind vor allem folgende Punkte entscheidend, damit der Einstieg gelingt:

  1. Auswahl des Wertpapiers: Gründliche Information über das Unternehmen, die Branche und die Risiken ist der erste Schritt.

  2. Wahl des Handelsplatzes: Aktien können an unterschiedlichen Börsen gehandelt werden. Liquidität und Gebühren unterscheiden sich – mit Auswirkungen auf den Preis.

  3. Market- oder Limit-Order: Während eine Market-Order sofort zum aktuellen Kurs ausgeführt wird, setzt eine Limit-Order eine Preisgrenze. Für Einsteiger:innen kann Letzteres Sicherheit bieten.

  4. Festlegung der Gültigkeitsdauer: Orders sind nicht unbegrenzt gültig. Anleger:innen müssen entscheiden, ob eine Order nur tagesgültig oder länger aktiv bleiben soll.

  5. Spesen und Gebühren: Transaktionskosten können die Rendite schmälern. Sie unterscheiden sich je nach Depotanbieter und Handelsplatz.

  6. Risikobewusstsein: Kursverluste gehören zur Börse. Ein realistischer Blick auf mögliche Schwankungen ist wichtig.

  7. Kontinuierliche Information: Auch nach dem Kauf bleibt es entscheidend, Entwicklungen am Markt und beim Unternehmen im Blick zu behalten.

Ziel: Stolperfallen vermeiden

Mit diesen Hinweisen wollen FMA und Wiener Börse Einsteiger:innen sensibilisieren. Denn fehlendes Wissen führt oft dazu, dass Anleger:innen zu teuer kaufen, falsche Ordertypen wählen oder Spesen unterschätzen. Der erste Aktienkauf soll nicht zur Stolperfalle werden, sondern der Auftakt für eine nachhaltige Anlagestrategie.

Bedeutung für den Kapitalmarkt

Die Aufklärungskampagne hat auch eine breitere Dimension: Je mehr Menschen in Österreich informiert und selbstbewusst investieren, desto stärker wird der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle für Unternehmen. Für die Politik ist dies ein wichtiger Baustein, um mehr private Haushalte an Produktivkapital zu beteiligen und damit langfristig Vermögensaufbau zu fördern.

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