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Wohnungsnot? Die EU hat einen Plan. Irgendwann. Vielleicht.

Ralphs_Fotos (CC0), Pixabay
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Die Europäische Kommission hat einen kühnen Plan vorgestellt: Europa soll wieder Wohnraum bekommen. Bezahlbar. Sozial. Menschlich. Also genau das, was es laut Wohnungssuchenden seit Jahren nicht mehr gibt. Aber keine Sorge – Brüssel hat es jetzt erkannt. Und zwar mit einem Plan, der auf Anhieb wirkt wie eine Mischung aus Investitionsoffensive, Digitalstrategie und Poesiealbum.

Im Kern geht es darum, endlich etwas gegen die Wohnungsnot in Europas Städten zu unternehmen. Was nach „Wir packen’s an!“ klingt, entpuppt sich allerdings bei näherem Hinsehen als „Wir regen es mal an!“

Kurzzeitvermietung – böse! Regulierung – vielleicht!

Herzstück des neuen Plans ist ein Gesetzesvorschlag, der lokalen Behörden endlich ermöglichen soll, „gezielte und verhältnismäßige Maßnahmen“ gegen Kurzzeitvermietungen zu ergreifen. Gemeint sind dabei die üblichen Verdächtigen – Plattformen mit Vornamen wie „Air“ und Nachnamen wie „bnb“, die Wohnungen in Europas Innenstädten effizienter entziehen als ein Heizkostenzuschlag im Januar.

Doch aufgepasst: Es geht um „gezielte und verhältnismäßige“ Maßnahmen – also vermutlich irgendwas zwischen „Bitte nicht zu laut feiern“ und „Maximal zwei Nächte pro Jahr“.


Investitionsplattform, Bürokratieabbau und eine Portion Hoffnung

Natürlich bleibt es nicht bei Appellen: Eine neue Investitionsplattform soll her – gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank. Klingt nach Geld, das bald fließt. Oder zumindest geplant wird. Oder diskutiert. Oder gepostet.

Zugleich möchte die Kommission „bürokratische Hürden abbauen“. Ja, wirklich. Aus Brüssel. Der Ort, an dem Formulare Formulare beantragen müssen. Aber hey – guter Wille zählt.

Hilfe für Junge: Wohn(t)räume für Studierende

Auch Studierende und junge Menschen sollen bald leichter eine Wohnung finden – also jene Generation, die schon heute ihre WG-Zimmer bei Besichtigungen mit über 80 Mitbewerbern verteidigen muss wie mittelalterliche Burgen.

Die Lösung? „Neue Investitionen mobilisieren“, sagt die Kommission. Was genau das heißt, bleibt offen. Aber immerhin klingt es, als ob man dabei ordentlich mit den Armen gestikulieren kann.

Fazit:

Europa erkennt: Wohnraum ist knapp. Und reagiert mit einem europäischen Masterplan, der viele richtige Wörter enthält – „Investitionen“, „Maßnahmen“, „Erleichterung“ – aber bisher leider noch keinen einzigen neuen Quadratmeter Wohnfläche.

Aber keine Sorge: Wenn alles gut läuft, haben wir in fünf Jahren eine Plattform, auf der man Fördermittel beantragen kann, mit denen man dann einen Antrag auf Genehmigung für eine kommunale Maßnahme stellen darf. Vielleicht. Verhältnismäßig. Und möglichst gezielt.

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