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Winterchaos in den USA – Stromausfälle, Tote und Verkehrschaos | Auch in Deutschland erste Auswirkungen

colfelly (CC0), Pixabay
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Eine massive Wintersturmfront hat große Teile der Vereinigten Staaten lahmgelegt. Mindestens elf Todesopfer, fast eine Million Stromausfälle und tausende Flugausfälle markieren die dramatische Bilanz eines der heftigsten Winterstürme der letzten Jahre. Während Meteorologen vor weiter fallenden Temperaturen warnen, zeigen sich auch in Europa erste wetterbedingte Folgen – etwa in Leipzig, wo in der Nacht zum Montag starker Schneefall eingesetzt hat und Probleme im Berufsverkehr erwartet werden.

Amerika im Ausnahmezustand: Eis, Schnee und extreme Kälte

Von Texas bis Maine stehen rund 150 Millionen Menschen unter Unwetter- oder Kältewarnungen. Eisregen, Schneestürme und eisige Temperaturen haben nicht nur den Flugverkehr massiv beeinträchtigt – über 10.000 Flüge wurden allein am Sonntag gestrichen –, sondern auch die Stromversorgung in mehreren Bundesstaaten schwer getroffen. Besonders betroffen sind Tennessee, Mississippi, Louisiana und Kentucky, wo teilweise über 250.000 Haushalte ohne Elektrizität sind.

In Greenberg, Kentucky, versagte zeitweise sogar der Generator eines Krankenhauses. In New York City wurden mindestens fünf Menschen tot im Freien aufgefunden, offenbar infolge der eisigen Temperaturen. Bürgermeister Zohran Mamdani warnte eindringlich vor Kälteeinwirkungen – auch bei kurzen Aufenthalten im Freien.

Von Boston bis Atlanta: Schulen und Behörden bleiben zu

In zahlreichen Bundesstaaten bleiben am Montag Schulen und Behörden geschlossen. Städte wie New York, Baltimore, Atlanta und Nashville verlegen den Unterricht ins Homeschooling oder streichen ihn ganz. Auch mehrere Sportveranstaltungen wurden abgesagt, darunter NBA- und College-Spiele.

Die Schneemengen erreichen stellenweise beachtliche Höhen: 17 Zoll (ca. 43 cm) Schnee wurden in Stockholm, New Jersey gemeldet. In Teilen von Ohio, Pennsylvania und Indiana liegen mehr als 30 Zentimeter Schnee – und es schneit weiter.

Leipzig schneit ein – Schneefall auch in Deutschland spürbar

Auch Deutschland ist nicht vollständig von den winterlichen Wetterverhältnissen verschont geblieben. In der Nacht auf Montag kam es in Teilen des Ostens, insbesondere in Leipzig, zu kräftigem Schneefall. Die Straßen sind glatt, und der Berufsverkehr am Montagmorgen dürfte massiv beeinträchtigt werden.

Die Stadtverwaltung warnt vor Rutschgefahr, und die Leipziger Verkehrsbetriebe kündigten Verspätungen bei Bussen und Straßenbahnen an. Auch im Erzgebirge und in Teilen Thüringens werden weitere Schneefälle erwartet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von einem Kaltlufteinbruch, der in den kommenden Tagen auch in Süddeutschland für winterliche Verhältnisse sorgen könnte.

US-Notstand – Trump beobachtet, Europa rüstet sich

US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Sturm als „historisch“ und hat für mehrere Bundesstaaten Notstandserklärungen unterzeichnet. Die Behörden appellieren eindringlich an die Bevölkerung, zuhause zu bleiben, Nachbarn zu unterstützen und auf keinen Fall riskante Autofahrten zu unternehmen.

In Franklin County, Ohio, herrscht beispielsweise Level-3-Schnee-Notstand: Alle nicht unbedingt notwendigen Fahrten sind untersagt. In Kimble County, Texas, kam es zu einem 20-Fahrzeuge-Unfall mit mehreren Verletzten und einem Todesopfer.

Ausblick: Extreme Kälte bleibt – auch in Europa

Während sich der Sturm bis Montag aus dem Nordosten der USA zurückzieht, bleibt die Eiseskälte bestehen – mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. In Teilen von New England werden weitere 20 bis 40 Zentimeter Schnee erwartet. Meteorologen warnen: Die Gefahr ist nicht vorbei, wenn der Schneefall endet – die Kälte bleibt.

Auch in Europa mahnen Wetterdienste zur Vorsicht. Zwar ist mit einem derartigen Ausmaß an Unwettern nicht zu rechnen, aber regional heftige Schneefälle und Verkehrsprobleme, wie aktuell in Leipzig, sind möglich. Wer in den kommenden Tagen unterwegs ist, sollte sich über örtliche Wetterwarnungen informieren und gegebenenfalls auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen – sofern sie fahren.


Kurz zusammengefasst:

  • In den USA wütet ein massiver Wintersturm mit mind. 11 Toten und 850.000 Haushalten ohne Strom.

  • Flug- und Straßenverkehr sind schwer beeinträchtigt, Schulen und Behörden vielerorts geschlossen.

  • Auch in Deutschland, v. a. in Leipzig, sorgt Schnee für Probleme im Berufsverkehr.

  • Die Temperaturen bleiben in beiden Ländern in den nächsten Tagen gefährlich niedrig.

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