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Wer war Renee Nicole Good? Was wir über die Frau wissen, die bei einem ICE-Einsatz erschossen wurde

MIH83 (CC0), Pixabay
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Millionen Menschen haben inzwischen die Videoaufnahmen gesehen, die zeigen, wie die 37-jährige Renee Nicole Good bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis erschossen wurde. Doch wer war sie – jenseits dieses tragischen Moments?

Stadt- und Landespolitiker*innen sprechen von einem nicht gerechtfertigten Einsatz, während die Bundesbehörden betonen, der Beamte habe aus Notwehr gehandelt. Die tödliche Konfrontation vom 7. Januar hat bereits eine hitzige Debatte ausgelöst – in einem ohnehin tief gespaltenen Land.

Fest steht: Renee Nicole Good war mehr als nur die letzten Sekunden ihres Lebens.

Laut ihrer Mutter, Donna Ganger, lebte Good mit ihrer Partnerin in Minneapolis. Sie sei eine warmherzige, mitfühlende Frau gewesen, die sich „ihr ganzes Leben lang um andere gekümmert“ habe.

„Sie war liebevoll, verzeihend und herzlich“, sagte Ganger der Star Tribune. „Ein großartiger Mensch.“

Obwohl die meisten ihren Namen vor dem Vorfall nicht kannten, versammelten sich Stunden nach der Schießerei Hunderte Menschen zu einer Mahnwache. Immer wieder riefen sie: „Sagt ihren Namen! Renee Good!“

Während sich Minneapolis und die ICE-Behörde mit der wachsenden öffentlichen Aufmerksamkeit und den laufenden Ermittlungen auseinandersetzen, versuchen Medien wie USA TODAY, mehr über die Frau hinter den Schlagzeilen zu erfahren.

Was wir bisher über Renee Nicole Good wissen

Die Star Tribune berichtet, dass Good Mutter eines sechsjährigen Kindes war. Diese Information stammt laut Zeitung von Timmy Ray Macklin, dem Vater ihres ehemaligen Ehemannes.

Eine derzeit noch nicht verifizierte Spendenkampagne bei GoFundMe erklärt, die gesammelten Gelder seien für Goods Ehefrau und Sohn bestimmt – zur Unterstützung nach dem „verheerenden Verlust einer Ehefrau und Mutter“. Good wird dort beschrieben als „pures Sonnenlicht, pure Liebe“.

Auf Instagram stellte sie sich selbst als „Dichterin, Autorin, Ehefrau, Mutter und Gitarristin aus Colorado“ vor, die gerade „Minneapolis erlebt“.

Warum war Good am Ort des ICE-Einsatzes?

Es gibt bislang wenige gesicherte Informationen darüber, warum Renee Good sich am Ort der Einwanderungskontrolle befand.

Laut einem Statement des Stadtrats von Minneapolis gegenüber NPR war sie „draußen, um sich um ihre Nachbarschaft zu kümmern“, als es zur Eskalation kam.

Die US-Abgeordnete Ilhan Omar bezeichnete Good als „Legal Observer“ – also als rechtliche Beobachterin, die bei Polizeieinsätzen das Vorgehen von Beamten dokumentiert. Eine solche Praxis ist unter anderem aus der Bürgerrechtsbewegung der Black Panthers und den Konflikten in Nordirland bekannt.

Ein LinkedIn-Profil, das offenbar Good zugeordnet werden kann, weist sie als tätig in der Immobilieninvestition, Verwaltung und Sanierung aus.

Goods Mutter betonte gegenüber der Star Tribune, ihre Tochter sei „nicht Teil solcher Protestbewegungen“ gewesen. Sie sei vermutlich schlicht „verängstigt“ gewesen, sagte sie.

Mahnwache für Renee Nicole Good

Trotz eisiger Temperaturen kamen am Mittwochabend rund 1.000 Menschen zu einer Mahnwache, um Renee Nicole Good zu gedenken.

„Wir sind heute hier, weil das ein tiefer Verlust für Renee, ihre Angehörigen und ihre Community ist“, sagte die Abgeordnete Aisha Gomez.

Erin Stene, eine lokale Aktivistin, erklärte, viele Menschen würden so lange an der Gedenkstätte bleiben, „wie es für ihre Trauerverarbeitung nötig ist.“

Stadt- und Landespolitiker nehmen Stellung

Die Abgeordnete Leigh Finke nannte Good eine „geschätzte Minnesotanerin“ und ein „geliebtes Mitglied der Community“, das ihrer Familie entrissen worden sei.

Minneapolis’ Bürgermeister Jacob Frey erklärte: „Es gibt keine Worte, die diesen Moment besser machen können. Unsere Gedanken sind bei der Familie.“

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