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Warum Trumps Zölle den US-Arbeitsmarkt stärker getroffen haben als die Einkaufspreise

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Das vergangene Jahr war eines der schwierigsten für Jobsuchende in den USA.

Als Präsident Donald Trump im letzten Jahr neue Zölle in großem Stil einführte, warnten viele Ökonomen rasch vor steigenden Preisen und wachsender Arbeitslosigkeit. Nun, da die meisten Wirtschaftsdaten für 2025 vorliegen, zeigt sich: Diese Prognosen lagen teilweise richtig.

Zwar sind die Preise für bestimmte Importgüter wie Rindfleisch, Kaffee und Tomaten deutlich gestiegen – insgesamt blieben die Preissteigerungen jedoch begrenzt. Anders sieht es auf dem Arbeitsmarkt aus.

Das durchschnittliche monatliche Beschäftigungswachstum lag 2025 auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten – ausgenommen von echten Rezessionsjahren. Zudem stieg die Arbeitslosenquote laut dem aktuellen Arbeitsmarktbericht für Dezember um 0,4 Prozentpunkte auf 4,4 %.

Bereits vor 2025 hatte sich der Arbeitsmarkt abgekühlt, doch Trumps breit angelegte Zollpolitik und die ständigen Änderungen haben die Lage weiter verschärft.

Eine Ära der Unsicherheit

Da unklar ist, welche Schritte Trump als nächstes plant, halten sich viele Unternehmen mit Neueinstellungen zurück – manche bauen sogar Stellen ab.

„Es gibt derzeit keinen überzeugenden Grund, massenhaft neue Mitarbeiter einzustellen“, sagt Sean Snaith, Ökonom an der University of Central Florida. „Das ist eine rationale Reaktion auf diese Art von Unsicherheit.“

Zölle verändern außerdem die wirtschaftliche Rechnung vieler Unternehmen – was früher rentabel war, kann durch die zusätzlichen Kosten plötzlich unrentabel werden.

„Die höheren Preise belasten die Gewinne, und viele Firmen zögern mit Investitionen, weil Zölle einst profitable Vorhaben unattraktiv machen“, erklärt Dean Baker, Chefökonom am Center for Economic and Policy Research.

Auch Kundinnen und Kunden verschieben Anschaffungen – das ständige Hin und Her bei den Zollbestimmungen sorgt für Unsicherheit. So berichtete die US-Notenbankfiliale in Richmond im aktuellen Beige Book – einer Sammlung wirtschaftlicher Einschätzungen –, dass mehrere Hersteller wegen der Zollpolitik einen Rückgang bei Neubestellungen durch Kunden beobachteten.

Doch nicht nur Verbraucher sind verunsichert. Trumps unberechenbare Handelspolitik hat viele Unternehmen in einen Zustand der Lähmung versetzt. In vielen Fällen schlucken sie die gestiegenen Importkosten, anstatt sie an die Kundschaft weiterzugeben. Das wiederum hat geholfen, die Inflation in Schach zu halten.

 

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