In der Vorweihnachtszeit müssen sich Paketempfänger in Bayern auf Lieferverzögerungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks bei Paket- und Logistikdienstleistern aufgerufen, um Druck vor der dritten Tarifverhandlungsrunde am 16. Dezember aufzubauen. Schon heute kam es an drei Standorten des Dienstleisters trans-o-flex zu ersten Streikaktionen.
Hintergrund des Tarifstreits:
Verdi und die Arbeitgeber der bayerischen Logistikbranche ringen derzeit um höhere Löhne für die rund 100.000 Beschäftigten. Das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite von 4,6 Prozent mehr Gehalt wird von der Gewerkschaft als völlig unzureichend abgelehnt. Verdi fordert stattdessen eine pauschale Lohnerhöhung von 368 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten.
„Das Angebot der Arbeitgeber reicht nicht aus, um den steigenden Lebenshaltungskosten gerecht zu werden und die harte Arbeit der Beschäftigten angemessen zu honorieren“, erklärte ein Sprecher von Verdi. Mit den Warnstreiks wolle man den Arbeitgebern ein klares Signal senden, dass die Geduld der Beschäftigten am Ende sei.
Paketdienste betroffen – aber nicht alle:
Die Warnstreiks treffen große Paketdienstleister wie Hermes, DPD und FedEx, die für die Verteilung von Millionen Weihnachtspaketen verantwortlich sind. DHL hingegen bleibt von den Arbeitsniederlegungen unberührt, da dieser Konzern einem anderen Tarifvertrag unterliegt.
Was bedeutet das für Verbraucher?
In der ohnehin stressigen Vorweihnachtszeit könnten die Streiks zu spürbaren Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen führen. Insbesondere in den nächsten Tagen und Wochen wird mit weiteren Arbeitsniederlegungen gerechnet, falls keine Einigung in den Tarifverhandlungen erzielt wird. Kunden sollten sich darauf einstellen, dass Lieferungen möglicherweise länger dauern oder kurzfristig umgeplant werden müssen.
Mit Blick auf die kommende dritte Verhandlungsrunde bleibt die Frage offen, ob die Arbeitgeberseite auf die Forderungen der Gewerkschaft eingeht – oder ob der Tarifstreit sich weiter verschärft. Für die Beschäftigten in der Logistikbranche steht jedenfalls viel auf dem Spiel, denn sie sind ein zentraler Baustein des Weihnachtsgeschäfts.
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